27.7.07

Ausstellung über Anna von Kleve

Anlässlich des 450. Todestages der Herzogstochter Anna von Kleve (1515-1557) haben das Stadtarchiv Kleve und der Klevische Verein eine kleine Ausstellung zusammengestellt. Anna von Kleve war die vierte Gemahlin des englischen Königs Heinrich VIII. (1491-1547), mit dem sie 1540 aus politischen Gründen verheiratet worden war. Sie war die erste deutsche Königin von England. Allerdings wurde die Ehe schon nach wenigen Monaten in gegenseitigem Einvernehmen annulliert. Anna blieb jedoch - vom König gut versorgt - in England und galt hinter der jeweiligen Königin und den Töchtern des Königs als höchste Dame des Landes. In der Ausstellung im Schwanenturm in Kleve wird ausführlich auf die geographischen, familiären und politischen Hintergründe für diese Heirat eingegangen. Gezeigt werden aber auch Ablichtungen von Porträts und Urkunden sowie zeitgenössische Bücher und verschiedene Objekte, die das Leben Annas dokumentieren. Dazu zählen auch Reproduktionen der Miniaturen aus einem Gebetbuch Annas, das vermutlich anlässlich ihrer Heirat angefertigt worden war. Nachdem es lange Zeit als verschollen galt, wurde es vor einigen Jahren in der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden in Trogen in der Schweiz wiederentdeckt. Zu sehen ist auch ein Faksimile der „Reisekarte der Anna von Kleve“, die ihre Hochzeitsreise nach England wiedergibt. Diese wurde ebenfalls erst vor wenigen Jahren in der British Library in London entdeckt. Die Ausstellung wurde am 28. Juli 2007 eröffnet und ist bis zum 15. September 2007 zu besichtigen.

Kontakt:
Stadtarchiv Kleve
Triftstraße 11
47533 Kleve
Tel.: 02821 / 997 997 - 00
Fax: 02821 / 997 997 - 99
stadtarchiv@kleve.de

Quelle: RP Online, 26.7.2007

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22.4.07

Handschriften des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in der »Bayerischen Landesbibliothek Online«

Die "Bayerische Landesbibliothek Online" (BLO) hat sich zu einem zentralen landeskundlichen und kulturwissenschaftlichen Fachportal für Bayern entwickelt, an dem mittlerweile auch die staatliche Archivverwaltung als Partner beteiligt ist. Vor einiger Zeit wurde in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek damit begonnen, ausgewählte mittelalterliche Amtsbücher des Bayerischen Hauptstaatsarchivs München zu digitalisieren. Einige dieser Handschriften sind seit März 2007 über die BLO im Internet zugänglich, namentlich der bekannte Falkensteiner Kodex aus dem 12. Jahrhundert und mehrere Freisinger Traditionsbücher, von denen der frühmittelalterliche "Cozroh-Kodex" hervorzuheben ist.

Die Images der Handschriften und die (falls vorhanden) zugehörigen Editionen werden zunächst in einer reinen Blätterversion bereitgestellt. In weiteren Projektabschnitten ist beispielsweise für den "Cozroh-Kodex" und den Falkensteiner Kodex die Implementierung weiterer Funktionen und Verknüpfungen geplant. Einige weitere ausgewählte Amtsbücher des Hochstifts Freising werden in diesem Frühjahr digitalisiert und werden zukünftig ebenfalls im Handschriftenbereich der BLO zur Verfügung stehen (www.bayerische-landesbibliothek-online.de).

Links:
Kontakt:
Bayerische Staatsbibliothek
Referat Digitale Bibliothek
Ludwigstraße 16
80539 München
Telefon: +49 89 28638-0
Fax: +49 89 28638-2200
MDZ@bsb-muenchen.de
www.bsb-muenchen.de

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23.3.07

Hessen – eine starke Geschichte

Die Ausstellung "Hessen – Eine starke Geschichte. 60 Begegnungen mit unserem Land seit 1945" wurde von der Hessischen Landesregierung in Kooperation mit dem Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden anlässlich des sechzigjährigen Landesjubiläums erarbeitet. Die Ausstellungseröffnung findet am 25. März 2007, um 15 Uhr im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach statt. Eine Einführung in die Ausstellung wird durch Dr. Klaus Eiler, Leiter des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden erfolgen. Hessens Nachkriegsgeschichte beginnt mit dem 19. September 1945. Damals verfügte US-General Dwight D. Eisenhower mit der Proklamation Nr. 2 die Gründung von Groß-Hessen. Bis zur Verabschiedung einer Verfassung und der Wahl zum ersten Hessischen Landtag am 1. Dezember 1946 wurden in Hessen die Fundamente für eine freiheitlich-demokratische Zukunft gelegt. Die Ausstellung präsentiert sechzig ausgewählte Themen aus Politik, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur, die das Land geprägt haben, dazu viele Exponate, die das Geschehen lebendig werden lassen. Sie treffen den "King of Rock 'n' Roll" und die "Lottofee". Sie schauen bei der ersten "documenta" vorbei und entdecken wegweisendes Design aus Hessen. Dabei begegnen Sie den wilden fünfziger Jahren ebenso wie wichtigen landespolitischen Ereignissen und nicht zuletzt Leistungen von Wirtschaft, Technik und Wissenschaft, die Garanten des Fortschritts wurden. Sie sind herzlich zu einer mal ernsten, mal unterhaltsamen, in jedem Fall aber "starken" Begegnung mit der Geschichte des Landes Hessen eingeladen. Offenbacher Beiträge und Objekte (Museum und Archiv im Haus der Stadtgeschichte, Deutsches Ledermuseum, Dt. Wetterdienst) bereichern die Ausstellung und zeigen die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Stadt Offenbach im Gefüge der hessischen Städte. Die Stadt der Lederwarenmesse und des Deutschen Wetterdienstes hat die Geschicke des 1945 proklamierten Landes an vielen Stellen mitbestimmt. Führungen für Schulklassen sind jederzeit möglich. Der Eintritt zu den Veranstaltungen und zur Ausstellung, die noch bis zum 15. April 2007 besichtigt werden kann, ist frei.

Im Rahmen der Ausstellung fand am 1. April 2007 ein Vortrag des Historikers Vicente-Such Garcia statt: "60 Jahre Hessen – Wege zur Demokratie". Dieser Vortrag widmet sich der hessischen Geschichte vor 1945.

Eine Finissage schließt die Ausstellung am Sonntag, 15. April 2007, 15.00 Uhr, mit szenischen Lesungen, die "Wirtschaftswunderzeit" der "wilden 50er" in Wort und Bild darstellend, ab.

Kontakt:
Haus der Stadtgeschichte - Museum und Archiv
Herrnstraße 61
63065 Offenbach
Tel.: 069 / 8065 - 2046
Fax: 069 / 8065 - 2469
juergen.eichnauer@offenbach.de
haus-der-stadtgeschichte@offenbach.de

Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
Mosbacher Str. 55
65187 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 881 - 0
Fax: 0611 / 881 - 145
Poststelle@hhstaw.hessen.de
www.hauptstaatsarchiv.hessen.de

Quelle: Veranstaltungen Stadt Offenbach; Frankfurt-Live.com, 19.3.2007

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13.3.07

Südtiroler Landesarchiv setzt Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppe Regionalgeschichte fort

Das Südtiroler Landesarchiv setzt seine wissenschaftliche und publizistische Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Regionalgeschichte fort. Das Südtiroler Landesarchiv wird sich auch in den kommenden drei Jahren auf die Mitarbeit der Arbeitsgruppe Regionalgeschichte stützen. Das sieht ein von Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, und dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Regionalgeschichte, Giuseppe Bonoldi, am 12. März 2007 am Sitz des Landesressorts für Denkmalpflege und Deutsche Kultur in Bozen unterzeichneter Kooperationsvertrag vor. Der Unterzeichnung wohnten auch Amtsdirektor Josef Nössing, Stellvetreterin Chrtistine Roilo und die Geschäftsführerin und Koordinatorin der Arbeitsgruppe, Siglinde Clementi, bei. "Mit dem neuen Vertrag bauen wir die Zusammenarbeit in den Bereichen Geschichtsforschung und Wissensvermittlung aus", so Landesrätin Sabina Kasslatter Mur, für die das Wissen um die eigenen Wurzeln Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung ist. Dabei soll die Zusammenarbeit im Hinblick auf längerfristige geschichtswissenschaftliche Projekte ausgebaut werden, wie es der unterzeichnete Vertrag vorsieht. "Das Kennen der Wurzeln und das Wissen um unsere Geschichte sind Voraussetzungen für das Verstehen des heute und die Bewältigung des Morgen", so Landesrätin Sabina Kasslatter Mur.

Seit nunmehr sechs Jahren wird das Südtiroler Landesarchiv in seiner wissenschaftlichen und publizistischen Arbeit durch die Arbeitsgruppe Regionalgeschichte unterstützt. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde die Zeitschrift „Geschichte und Region / Storia e regione“ unter Leitung von Siglinde Clementi herausgebracht. Außerdem wurde ein Arbeitsplatz am Südtiroler Landesarchiv eingerichtet. "Die Kooperation hat gute bis hervorragende Ergebnisse gezeitigt und zur Stärkung der Anerkennung beider Partner, des Landesarchivs und Arbeitsgruppe Regionalgeschichte, in der regionalen und internationalen wissenschaftlichen Öffentlichkeit beigetragen", so der Direktor des Landesarchivs, Josef Nössing, und Stellvertreterin Christine Roilo. Die Arbeitsgruppe Regionalgeschichte wurde 1990 in Bozen als private Initiative von deutsch- und italienischsprachigen Historikerinnen und Historikern aus Süd- und Nordtirol sowie dem Trentino gegründet. Die Arbeitsgruppe zielt in ihrer inhaltlichen Ausrichtung auf eine Erneuerung der traditionellen Landesgeschichte im Zeichen methodischer Innovation und einer Redefinition regionaler Forschungsfelder ab.

Kontakt:
Südtiroler Landesarchiv
Armando-Diaz-Straße 8
39100 Bozen
Tel.: 0471 411940
Fax: 0471 411959
Landesarchiv@provinz.bz.it

Quelle: Pressemitteilung Autonome Provinz Bozen, 12.3.2007

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23.2.07

Europa: Angst vor dem Staatenmoloch

Europa wächst und dehnt sich immer weiter aus. Wie es kleine Regionen trotzdem schaffen, ihre eigene Identität zu bewahren und ein eigenständiges Selbstbewusstsein zu entwickeln, nimmt eine international besetzte Tagung Anfang März in der Residenz ins Visier. Am Beispiel von Franken und Tirol wollen die Teilnehmer untersuchen, welche Rolle kleinen Regionen zukommt, wenn Europa zur Kulturgemeinschaft heranwächst. Veranstalter ist der Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Universität Würzburg. "Regionen im europäischen Einigungsprozess. Zwischen historischem Erbe, Selbstbewusstsein und Suche nach Identität": So lautet der Titel der Tagung zum Thema "Franken - Tirol", die vom 1. bis 3. März im Toscanasaal in der Residenz stattfindet. Hintergrund sind die Sorgen der Menschen, in einem expandierenden Staatenmoloch mit überbordender Administration unterzugehen. Europa hat ein Identitäts- und Vermittlungsproblem, das sich nach Meinung der Organisatoren lösen lässt, wenn es sich auf seine vielfältigen und höchst unterschiedlichen Regionen besinnt. Auf der Ebene von Land und Region finden viele Menschen ihr Selbstbewusstsein und ihre Identität, dort leben und arbeiten sie, von dort erfahren sie Europa. Ob Europa zur Kulturgemeinschaft heranwachsen kann, soll an seinen kleinsten Bausteinen untersucht werden. Als Beispiel dafür dienen Franken und Tirol.

Beide Regionen haben eine vielfältige historische Entwicklung hinter sich; beide sind seit jeher bedeutsame Durchgangsregionen in Mitteleuropa, die kulturelle und technische Innovationen absorbierten und weiter verbreiteten; in beiden Regionen leisteten kirchliche Institutionen wesentliche Beiträge zu Urbanisierungsschüben in der Vergangenheit. Neben diesen Gemeinsamkeiten gibt es allerdings auch viele Unterschiede. Die Tagung setzt sich zum Ziel, zwei voneinander entlegene Länder mit unterschiedlicher Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung zu vergleichen und aufeinander zu beziehen, die allerdings in ihren Reaktionen und Handlungsformen gegenüber Vereinheitlichungs- und Zentralisierungsschüben viele Gemeinsamkeiten zeigen. Die Tagungsthemen werden von Vertretern beider Seiten beleuchtet. Für den Blick über den Tellerrand sorgt ein Wissenschaftler aus Oxford: Graham Jones wird die Geschichte der Regionen in England vorstellen.

Veranstalter der Tagung sind Professor Helmut Flachenecker vom Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Uni Würzburg und Universitätsdozent Hans Heiss, Abgeordneter des Südtiroler Landtages Bolzano-Bozen. Beteiligt sind außerdem das Südtiroler Landesarchiv Bozen/Archivio provinciale di Bolzano, die Forschungsstiftung Bayerische Geschichte und die Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte. Die Tagung findet statt im Rahmen des Würzburger Zentrums für Geschichtswissenschaft. Das ausführliche Tagungsprogramm kann über die Uni Würzburg abgerufen werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Helmut Flachenecker
Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte der Universität Würzburg
Tel.: 0931 / 888 - 5530
helmut.flachenecker@mail.uni-wuerzburg.de

Quelle: Uni-Protokolle, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 20.2.2007

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