28.5.07

Internetportal für Kirchenbücher im Aufbau

Die evangelischen und katholischen Kirchenarchive eröffnen ein Internetportal für digitalisierte Kirchenbücher. Das Kirchenbuchportal biete von 1. Juni 2007 an unter www.kirchenbuchportal.de zunächst eine Bestandsübersicht der elektronisch erfassten Kirchenbücher in deutschen Kirchenarchiven, sagte die Direktorin des Zentralarchivs der pfälzischen Landeskirche in Speyer, Gabriele Stüber, dem epd.

In einer zweiten Projektphase wollten die Archive ab Juli 2008 digitalisierte Kirchenbücher ins Internet stellen, so Stüber. Die Nutzung der digitalisierten Kirchenbücher ohne eine Möglichkeit zum Download werde kostenpflichtig sein. - Vor allem Familienforscher aus den USA, aber auch aus Deutschland und anderen Ländern, zeigten ein wachsendes Interesse an Daten aus Kirchenbüchern.

Quelle: epd, 7.5.2007

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22.5.07

Daten zur Jüdischen Gemeinde Saarbrücken aus der Zeit vor 1945 übergeben

Das Stadtarchiv Saarbrücken hat eine Liste der jüdischen Einwohner Saarbrückens 1933 - 1945 an die Synagogengemeinde und an deren ehemaligen Vorsitzenden, Richard Borg, übergeben. Die Synagogengemeinde erhält die Liste für gemeindeinterne Zwecke. Herr Borg möchte auf dieser Grundlage einen Verein zum Andenken an die ermordeten, deportierten und zwangsweise emigrierten Juden aus Saarbrücken und dem Saarland gründen.

Die Liste ist im Auftrag des Bundesarchivs von Juli bis November 2006 durch eine Ein-Euro-Kraft im Stadtarchiv aus der Meldekartei erarbeitet worden. Dazu wurden die erforderlichen Daten aus ca. 400.000 Meldekarten recherchiert. Die Liste, die als Excel-Tabelle vorliegt und 2.400 Namen umfasst, enthält auch Daten zum weiteren Schicksal der Betroffenen einschließlich Todesnachrichten soweit sie aus der Meldekartei erschließbar waren. Saarbrückens Bürgermeister Kajo Breuer verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Landeshauptstadt damit die einzige Gemeinde im Saarland ist, die über eine weitgehend vollständige Übersicht über die ehemals jüdische Bevölkerung im Dritten Reich verfügt.

Das Bundesarchiv verwertet die Daten für die "Liste der jüdischen Einwohner des Deutschen Reiches 1933 bis 1945", die es im Auftrag der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" erarbeitet. Die Daten werden in eine Datenbank einfließen und nach Abschluss des Projekts im Lesesaal des Bundesarchivs benutzbar sein.

Im Stadtarchiv Saarbrücken werden die Daten derzeit für Anfragen im Rahmen der archivgesetzlichen Regelungen genutzt. Mittelfristig ist geplant, ein Gedenkbuch für die jüdischen Einwohner Saarbrückens zu erarbeiten und wie andere Städte, z. B. Karlsruhe, im Internet zu präsentieren.

Kontakt:
Stadtarchiv Saarbrücken
Nauwieser Straße 3
66104 Saarbrücken
Tel: 0681/905-1258 (Sekretariat)
Fax: 0681/905-1215
stadtarchiv@saarbruecken.de

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken, Pressemitteilung, 9.5.2007

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10.4.07

Erste Volkszählung in Mülheim an der Ruhr im Jahr 1861

Im Jahre 1861 fand in Mülheim an der Ruhr zum ersten Mal eine Volkszählung statt. Die Familienforscherin Bärbel Essers fand die entsprechenden Unterlagen dazu im Jahre 2005 im Keller des Düsseldorfer Hauptstaatsarchivs und machte sich gemeinsam mit anderen Freiwilligen daran, die 1. 500 Seiten umfassenden Aufzeichnungen - geschrieben in Sütterlin - in eine Datenbank zu übertragen. Mehr als 2. 000 Stunden nahm diese Arbeit in Anspruch. Unterstützt wurden sie dabei vom Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr. Doch diese mühevolle Arbeit hat sich gelohnt, denn dadurch steht diese komplette Erfassung der gesamten Bevölkerung in den einzelnen Stadtteilen allen an der Mülheimer Geschichte Interessierten zur Verfügung, wie Stadtarchivar Jens Roepstorff betont. Denn außer Alter, Beruf, Familienstand und Religionszugehörigkeit erhält man auch eine Auflistung der einzelnen Familien mit allen Verwandten und Angestellten sowie viele ergänzende Informationen über das damalige Leben. Bärbel Essers hat dafür zusätzlich noch alte Zeitungen, Literatur und Adressbücher gewälzt und somit viele Fakten zusammentragen können. Aus diesem Grunde ist es jetzt auch möglich, genau darzulegen, wie die Familien aufgebaut waren, wie sie lebten und welche Berufe die einzelnen Familienmitglieder hatten. Um diese Forschungsergebnisse allen Mülheimer Bürgern zur Verfügung zu stellen, ist eine Publikationsreihe geplant, in der jeweils ein Stadtteil ausführlich dargestellt werden soll. Für dieses Projekt werden allerdings noch Sponsoren gesucht, die die geschätzten Druckkosten pro Buch von ca. 3. 000 bis 4. 000 Euro übernehmen.

Kontakt:
Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr
Aktienstraße 85
45473 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 02 08 / 455 - 4260
Fax: 02 08 / 455 - 4279
stadtarchiv@stadt-mh.de

Quelle: Bettina Kutzner, WAZ, 4.4.2007

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21.2.07

Digitalisierung von Datenblättern im Stadtarchiv Amberg

Der Fotograf Alma Mollemans lichtet im Auftrag der "Genealogical Society of Utah" Akten zu Personenbeständen aus dem Magazin des Stadtarchivs Amberg ab. Die Mormonen, die aus religiösen Gründen bestrebt sind, einen lückenlosen Nachweis ihrer Vorfahren zu bekommen, geben entsprechende Arbeiten weltweit in Auftrag. In einem extra angelegten Bergwerksstollen in Salt Lake City haben sie bereits Unmengen entsprechender Daten gesammelt. Da alle dort gespeicherten Daten kostenlos und frei zugänglich sind, dürfen deshalb auch die Datenschutzbestimmungen nicht außer Acht gelassen werden. Stadtarchivar Johannes Laschinger betont deshalb, dass die Digitalisierung ganz im Einklang mit den hiesigen Datenschutzbestimmungen geschieht. Es wird strengstens darauf geachtet, dass die 100-jährige Schutzfrist eingehalten wird, also keine Personendaten ab 1907 weitergegeben werden. Als Gegenleistung für sein Entgegenkommen erhält das Stadtarchiv Amberg eine Kopie der ca. 560.000 Aufnahmen von Einwohnerbögen, von denen bereits 360.000 digitalisiert sind. Aus Kostengründen wäre es dem Stadtarchiv kaum möglich, diese Arbeiten selbst in Auftrag zu geben, die sich auf etwa 50.000 bis 60.000 Euro belaufen würden. Parallel zum Stadtarchiv Amberg werden auch im Staatsarchiv Amberg die entsprechenden Daten digitalisiert.

Kontakt:
Stadtarchiv Amberg
Zeughausstraße 1
92224 Amberg
Tel.: 09621 / 10 - 266 oder - 268
Fax: 09621 / 10 - 828
stadtarchiv@amberg.de

Quelle: Andreas Ascherl, Oberpfalznetz, 20.2.2007

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