14.7.07

Deutsche Zentralstelle für Genealogie

1904 wurde in Leipzig die Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte als Verein gegründet. 1921 erfolgte eine enge vertragliche und räumliche Bindung an die Deutsche Bücherei. 1934 wandelte sich der Verein in eine Stiftung um, zu der ein Förderverein gehörte. Dieser Förderverein wurde 1945 aufgelöst. 1950 wurde die Stiftung auf gesetzlicher Grundlage in eine Sammelstiftung überführt und aus dieser heraus 1956 dem staatlichen Archivwesen der DDR übergeben. 1962 erfolgten der Umzug aus der Deutschen Bücherei und die Eingliederung in das Landesarchiv Leipzig. 1967 kam es zu einem organisatorischen Neuaufbau, bei dem die Sammlungen und das Archiv der Zentralstelle für deutsche Personen- und Familiengeschichte der neu gegründeten "Zentralstelle für Genealogie in der DDR" zugeordnet wurden.

Diese Einrichtung wurde damals als Zentralstelle für Genealogie in der DDR zur Verwaltung genealogischer Sammlungen, u. a. des Reichssippenamts, gebildet. Sie unterstand der Staatlichen Archivverwaltung des Ministeriums des Innern der DDR. Nach dem 3. Oktober 1990 wurde sie unter der Bezeichnung "Deutsche Zentralstelle für Genealogie" als Spezialarchiv für Personen- und Familiengeschichte vom Freistaat Sachsen übernommen und war dem Sächsischen Staatsministerium des Innern als oberster Aufsichtsbehörde für das staatliche Archivwesen nachgeordnet. Sie sammelte genealogische Unterlagen aus dem deutschsprachigen Raum, u. a. Kirchenbuchunterlagen, Ahnenlisten, genealogische Nachlässe und Sammlungen, Personenkarteien, Ortsfamilienbücher sowie Publikationen. 1995 wurde die Zentralstelle im Rang einer Abteilung in das Staatsarchiv Leipzig eingegliedert.

Von September 1990 bis Mai 2007 leitete der umstrittene Humangenetiker PD Dr. rer. nat. habil. Dr. phil. habil. Volkmar Weiss die Deutsche Zentralstelle für Genealogie in Leipzig (vgl. die Beiträge von Sarah Mersch: Leipziger Vererbungslehre in NS-Tradition, in: taz Nr. 7736, 8.8.2005, Seite 7, und Andreas Speit: Nichts dazugelernt - Bevölkerungspolitik von Rechts, in: Freitag, 27. Mai 2005, sowie die Interviews von Volkmar Weiss in der Jungen Freiheit, 20/01, 11. Mai 2001, "Intelligenz ist kein Zufall", und in der Deutschen Stimme, November 2004, "Bevölkerungsimplosion und Intelligenzverfall"). Auf Vorschlag der sächsischen Landtagsfraktion der rechtsextremistischen NPD war Weiss im März 2005 vom Präsidenten des Landtags von Sachsen als externer Experte in die Enquete-Kommission "Demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensbereiche der Menschen im Freistaat Sachsen sowie ihre Folgen für die politischen Handlungsfelder" berufen worden, aus der - laut Wikipedia - im Januar 2006 wieder ausschied.

Kontakt:
Deutsche Zentralstelle für Genealogie
Sächsisches Staatsarchiv Leipzig
Abt. Deutsche Zentralstelle für Genealogie
Schongauer Straße 1
04329 Leipzig
Tel. 0341/25 555 51
Fax: 0341/25 555 55

Quelle: Staatsarchiv Leipzig, Beschreibung Bestand 21942; Beschreibung Bestand 22031 (15.7.2007); Art.: Volkmar Weiss, in: Wikipedia, 5.7.2007 (22:08 Uhr); Art. Deutsche Zentralstelle für Genealogie, in: GenWiki, 19.2.2007 (20:32 Uhr).

Labels: , ,

11.6.07

16. Tagung der süddeutschen Kirchenarchivare und -archivarinnen in Speyer am 7./8. Mai 2007

Am 7. und 8. Mai 2007 trafen sich Angehörige süddeutscher evangelischer Kirchenarchive zur 16. "Südschienentagung" im Gebäude des Landeskirchenrates in Speyer. Die hohe Zahl von ca. 50 Teilnehmenden bestätigte, dass mit den gewählten Tagungsthemen "Digitalisierung von Kirchenbüchern" sowie "Archivpflege in Pfarrarchiven" ein Nerv getroffen worden war.

In seiner Begrüßung der Teilnehmenden erläuterte der stellvertretende Kirchenpräsident der evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, die Konsensunion, in der sich Pfälzer Lutheraner und reformierte Christen 1818 zur protestantischen Kirche der Pfalz zusammenschlossen. Er erklärte die Unterschiede zwischen lutherischem und reformiertem Kirchenbau, der sich in den Speyerer Kirchen ausdrücke, schilderte die Entstehung der Gedächtniskirche der Protestation 1904 und verwies auch auf die guten ökumenischen Beziehungen zum Bistum Speyer.

Der Rest des Nachmittags stand im Zeichen der Digitalisierung von Archivgut. Die Moderation der Referate und Diskussionen übernahm am ersten Tag Dr. Gabriele Stüber, die Leiterin des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche der Pfalz, die die Tagung geplant und mit ihren Mitarbeiterinnen perfekt organisiert hatte. Im ersten Fachbeitrag stellte Dr. Andreas Metzing, der Leiter der Evangelischen Archivstelle Boppard des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, das Bopparder Projekt der Kirchenbuchdigitalisierung vor. Ausgehend von der örtlich aufgesplitterten Überlieferung der Kirchenbuch-Originale wie auch der Microfiches bzw. -filme, vom Personalaufwand bei der Benutzerbetreuung sowie dem wachsenden Problem der Beschaffung von Ersatzteilen für konventionelle Readerprinter-Lesegeräte und dem Wunsch von Benutzern, hat man in Boppard ein duales Konzept beschlossen: Als Speichermedium der Kirchenbuchdaten sollen nach wie vor Mikrofiches dienen, als Nutzungsmedium aber Digitalisate der Unterlagen. Diese müssen so aufbereitet werden, dass die Nutzung im Lesesaal an PC-Arbeitsplätzen ohne allzu hohen Einweisungsaufwand durch das Archivpersonal erfolgen kann. Die Lesesaal- und die Personalrechner werden vernetzt, an einen Server werden externe Festplatten zur Datenablage angeschlossen. Ob die Benutzer in die gesamten Unterlagen Einsicht nehmen dürfen oder nur eingeschränkten Zugriff erhalten sollen, ist noch zu klären. Die Benutzer drucken sich die von ihnen gewünschten Daten selbst aus.

Die geplante Kirchenbuchdigitalisierung dient lediglich der effizienteren Gestaltung von Arbeitsabläufen bei der Archivbenutzung. An einen "virtuellen Lesesaal" ist derzeit nicht gedacht. 2005/2006 wurde in einem Pilotprojekt gemeinsam mit der Firma Patrimonium Transcriptum eine Auswahl noch nicht verfilmter Kirchenbücher in drei Stufen bearbeitet: 1. Die Bücher wurden auf einem A-2-Buchscanner (Bookeye) im JPEG-Format gescannt. 2. Die Nachbearbeitung erfolgte mit der Software BCS-2; die Bilddaten wurden nach Signaturen geordnet aufbereitet und auf CD bzw. DVD gesichert sowie in PDF-Dateien konvertiert. 3. Die Fiches wurden auf der Basis der Digitalisate erstellt. Nach dem Vortrag wurden u.a. Erfahrungen und Meinungen zum Komplex "Digitalisierung von Fiches oder Verfilmung von Digitalisaten" ausgetauscht: Die Verfilmung von Digitalisaten ist preiswerter als das umgekehrte Verfahren. Der Markt im Bereich Verfilmung/Digitalisierung ist derzeit umkämpft.

Anschließend berichtete Werner Jürgensen M. iur. utr., der stellvertretende Leiter des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (LAELKB), über das bereits seit ca. 2000 laufende Projekt "Virtueller Lesesaal" im Kirchenkreis Bayreuth. Nach der Einrichtung der Regensburger Außenstelle des LAELKB 1984 gaben über 400 Kirchengemeinden ihre Kirchenbücher dorthin ab. Nach der Verfilmung der Kirchenbücher erwarben zahlreiche Gemeinden einen Satz Duplikatfiches. Auch etliche Gemeinden, die ihre Kirchenbücher behielten, ließen diese fichieren. Im Dekanat Bayreuth wurden 1999 Kirchenbuch-Fiches verschiedener Gemeinden (des Kirchenkreises Bayreuth) gesammelt und eine "wilde" Forschungsstelle eingerichtet. Daneben schlug eine Gruppe von Familienforschern und Computerbegeisterten die Digitalisierung der Originalkirchenbücher der Gegend um Bayreuth vor. Ohne Rücksprache mit dem zuständigen Landeskirchlichen Archiv wurden Pfarrer angesprochen, die die Kirchenbücher in der Regel ohne weiteres für eine Digitalisierung zur Verfügung stellten. Da die Kirchenbücher ohne Vertrag übergeben wurden, ist die Frage des Eigentums an den Scans ungeklärt.

In den letzten Jahren wurde von Seiten des LAELKB und der Bayreuther Gruppe, die sich derzeit als Verein "Kirchenbuch – virtuell" konstituiert, sowohl eine vertragliche Regelung der Kirchenbuchausleihe zum Zweck des Scannens entwickelt (mit den drei Vertragspartnern Kirchengemeinde, Verein und LAELKB), die rückwirkend angewendet werden soll, als auch ein Vertrag zwischen Verein und LAELKB zur Betreibung eines virtuellen Lesesaals. In diesen Verträgen sind die rechtlichen Fragen nach dem Eigentum an den Digitalisaten, der Nutzung, der Erstellung von Kopien, der Haftung für Schäden, der Weitergabe von digitalen Unterlagen sowie dem Ende des Vertrags über den virtuellen Lesesaal angesprochen. Noch nicht geklärt sind bei dem Projekt die konservatorischen Bedenken angesichts der Digitalisierung durch Laien, die Fragen der Langzeitarchivierung, eine Qualitätssicherung im Bereich der Präsentation des virtuellen Lesesaals sowie die Frage der Trägerschaft (personelle und finanzielle Ressourcen). Ein Antragsformular für Benutzer des virtuellen Lesesaals wurde erarbeitet, die Anmeldung sowie die Verwaltung des Gebühreneingangs wird vom LAELKB getragen, die Freischaltung und die Auswahl der betroffenen Kirchenbücher vom Verein. In der Diskussion ergab sich, dass der Verein seine Satzung bisher noch nicht vorgelegt hat und dass die GKV Hof der Einstellung ihrer Kirchenbuchscans ins Internet nicht zustimmt.

Nach einer kurzen Pause referierte der Leiter des Landeskirchlichen Archivs in Stuttgart, Dr. Hermann Ehmer, über die Tätigkeit des Ausschusses "Digitale Kirchenbücher" des Verbandes kirchlicher Archive (VkA). Nach der Feststellung von Handlungsbedarf aufgrund der häufigen Anfragen von Benutzern wie auch von genealogischen Großorganisationen (Genealogical Society of Utah, MyFamily.com, ancestry.de) schilderte er zuerst die Situation in der württembergischen Landeskirche. Das Landeskirchliche Archiv in Stuttgart hat bereits seit einem Jahr eine Kirchenbuch-Datenbank im Internet eingestellt und hat mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg wegen einer möglichen Zusammenarbeit bezüglich der Kirchenbuch-Digitalisierung Kontakt aufgenommen. Der Ausschuss "Digitale Kirchenbücher" innerhalb des VkA hat sich seit seiner Gründung zweimal getroffen und ist zu folgenden Ergebnissen gekommen: Die Präsentation im Internet muss analog zur Kirchenbuchbenutzung im realen Archiv aufgebaut werden (Hinweise auf die Provenienz des Kirchenbuchs; Einbau von Findmitteln; virtueller Lesesaal analog zum realen Lesesaal). Die Benutzungsordnungen der meisten Archive müssen den neuen Möglichkeiten angepasst werden (z.B. Verhinderung von Missbrauch, unbefugtem Herunterladen von Quellen, Verletzung von Eigentumsrechten). Die technischen Abläufe müssen ebenfalls noch entwickelt werden. Auch die Höhe der Gebühren sowie die Art des Einzugs sind zu klären. Ein dafür nötiger Web-Shop kann nur von einer juristischen Person betrieben werden. Es empfiehlt sich also die Gründung einer GmbH bzw. einer GmbH & Co KG (wegen Forderungen und der Haftung). Eine solche juristische Person unterliegt der Steuerpflicht. Mitglieder einer solchen GmbH können die Landeskirchen, aber auch katholische Bistümer werden.

Problematisch ist der unterschiedliche Standard der einzelnen Archive. Als nächste Arbeitsschritte wurden erarbeitet: Verlinken der genealogischen Seiten der einzelnen Archive mit der Domain www.kirchenbuchportal.de; Erstellung eines Logos für das Kirchenbuchportal; Erstellung und Einstellung von Kirchenbuchverzeichnissen. Für eine einheitliche Erfassung wird momentan an mehreren Archiven eine vom Landeskirchlichen Archiv Speyer entwickelte Erfassungsmaske ausprobiert. Im Landeskirchlichen Archiv in Berlin, wo die Erfassungsmuster der einzelnen Archive gesammelt werden, wird die Kompatibilität der verschiedenen Programme überprüft werden. - In der Diskussion zeigte sich nochmals der Gegensatz zwischen einem angestrebten Kopierschutz der ins Internet gestellten Quellen und dem Verkauf ganzer CD-ROMs mit Digitalisaten. Auch die Ausleihe von Kirchenbuchfilmen wurde unter dem Missbrauchsaspekt von etlichen Teilnehmenden als problematisch empfunden. Zum Zeitpunkt der GmbH-Gründung muss Personal eingestellt werden, das sich durch den Betrieb des Kirchenbuchportals selbst zu finanzieren hat. Die Landeskirchlichen Archive wollen sich gegenüber den großen Gesellschaften behaupten, indem sie selbst tätig werden. Der VkA hat für die Einrichtung des Kirchenbuchportals im Jahr 2008 13.000 € zur Verfügung gestellt. Die einzelnen Gliedkirchen müssen über das Vorhaben informiert werden; die Leiterin des VkA bereitet einen erläuternden Brief an alle Archive vor.

Nach der ersten Tagungseinheit führte OKR i.R. Dr. Klaus Bümlein die Teilnehmenden durch die Gedächtniskirche der Protestation und bot für alle einen interessanten Einblick in die protestantische Kirchengeschichte Speyers. Beim anschließenden Abendessen im Klosterstübchen, zu dem die pfälzische Landeskirche freundlicherweise einlud, bestand Gelegenheit zu kollegialem Meinungsaustausch. Am nächsten Morgen hielt Pfarrerin Claudia Enders-Götzelmann von der Gleichstellungsstelle der pfälzischen Landeskirche anlässlich des vorangegangenen Sonntags "Cantate" eine Andacht zum Thema "Singen". Die Moderation der folgenden Beiträge lag bei Dr. Bettina Wischhöfer, der Leiterin des Landeskirchlichen Archivs in Kassel sowie des VkA.

Dr. Udo Wennemuth, der Leiter des Landeskirchlichen Archivs in Karlsruhe, gab im ersten Referat eine auf seinen eigenen Erfahrungen mit der Einführung von DMS basierende "Definition archivfachlicher Standards im Hinblick auf die elektronische Aktenführung und EDV-gestützte Registratur". Er verwies auf die Bedeutung der Festlegung von archivfachlichen Standards angesichts der Tatsache, dass die Standards häufig von den "IT-Leuten" bestimmt würden. So sollte die elektronische Datenverwaltung zu elektronischen Abgabelisten führen, Aufbewahrungsfristen sollten elektronisch festgelegt werden, die Ablage der Akten sollte nur elektronisch (in Datenbanken) erfolgen, für die Langzeitarchivierung sollte eine Übernahme in adäquate Speichermedien erfolgen. Die Grundlagen des Verwaltungshandelns, Nachhaltigkeit und Transparenz, dürften durch die Einführung von DMS nicht gefährdet werden. Bei den technisch-organisatorischen Standards sei der benötigte Speicherbedarf zu berücksichtigen, Datenmigrationsverfahren müssten geklärt werden, Konvertierungsformate und -modalitäten seinen festzulegen, die Datenverfügbarkeit, aber auch Persönlichkeitsrechte seien zu gewährleisten. Die Einführung von DMS müsse über eine Projektgruppe mit Unterstützung der Dienststellenleitung zentral erarbeitet werden, die Bereiche Registratur und Archiv müssten die Grundanforderungen an elektronische Archivierung festlegen (der elektronische Aktenplan steuert die Ablage; der Begriff "Vorgang" muss definiert werden). In der Diskussion wurde auf Klärungsbedarf bei der Rechteverwaltung, bei der Finanzierung sowie bei der zumindest anfangs zusätzlichen Arbeitsbelastung bei der Einführung von DMS hingewiesen.

Andreas Butz M.A. vom Landeskirchlichen Archiv in Stuttgart leitete über zum zweiten Thema der Tagung: der kirchlichen Archivpflege in den Pfarrarchiven.Er äußerte sich grundsätzlich zur Überlieferungsbildung in Pfarrarchiven. Zu ihrer Verbesserung schlug er eine intensivere Bewertung angesichts der steigenden Menge von Schriftgut in Pfarrarchiven vor, betonte aber auch, dass die Unterlagen überwiegend die Verwaltungsaspekte des kirchlichen Lebens dokumentierten. Er warf die Frage auf, ob Archivare lediglich die Aufgabe hätten, Schriftgut zu verwalten, oder ob – ähnlich wie Kommunalarchivare, bei denen eine Neupositionierung in dieser Frage erfolgt sei – auch Kirchenarchivare gegen erkannte Überlieferungslücken vorgehen sollten, so durch Erstellung eines Dokumentationsprofils in Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden der Kirchengemeinden. Aufgrund von Personalmangel könne wohl lediglich ein allgemeines Profil erstellt werden, das für jede Gemeinde adaptierbar sei. Der Grad der Abbildungsdichte der jeweiligen Akten spiele eine Rolle für ihre Bewertung. Dokumentationslücken sollten durch gezielte Überlieferungsbildung (z. B. Sammeln von Predigtkonzepten oder Gemeindebriefen) geschlossen werden. In der Diskussion wurde auf die rechtlichen Schwierigkeiten hingewiesen, Predigten grundsätzlich von ihren Autoren einzufordern, bzw. wurde aufgrund der großen Menge und inhaltlichen Überschneidungen einer Gesamtüberlieferung für eine Auswahlüberlieferung plädiert.

Abschließend berichteten Peter Halicska, Peter Unglaube und Christine Lauer aus den Landeskirchlichen Archiven in Nürnberg, Kassel und Speyer von ihren Erfahrungen bei der praktischen Archivpflege in Pfarrarchiven. Bei der bayerischen Landeskirche ist etwa ein Drittel der Pfarrarchive an das Landeskirchliche Archiv abgegeben, ca. 1.100 Kirchengemeinden verfügen über Schriftgut aus der Zeit vor 1900, 90 % dieser Archive sind mit Hilfe von Archivpflegern in den 1950er Jahren verzeichnet worden, seit den 1990er Jahren ist nur noch Beratung möglich, wobei es sich überwiegend um Registraturberatung auf der Basis der Registraturordnung von 1946 und ihrer Folgeauflagen handelt. Die 40 bis 50 jährlichen Außentermine der derzeit drei Archivpfleger kommen aufgrund von Anfragen zustande. Aktives Zugehen auf Kirchengemeinden ist wegen der Größe des Sprengels nicht möglich.

Im Gegensatz dazu ist in der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck das Landeskirchliche Archiv nicht für Registratur-, sondern nur für Archivberatung zuständig. Die drei Archivpfleger werden vor allem bei Pfarrerwechseln tätig, die Pfarrarchive werden dann vorübergehend in das Landeskirchliche Archiv übernommen, geordnet, verzeichnet und zurückgegeben. Die Verzeichnung im Landeskirchlichen Archiv erfolgt mittlerweile häufig durch Praktikanten und ehrenamtliche Kräfte. Für Pfarrsekretärinnen finden zweimal jährlich Fortbildungskurse im Landeskirchlichen Archiv statt. In der pfälzischen Landeskirche erfolgt die Registraturberatung überwiegend telefonisch. Außentermine können aufgrund der knappen Personaldecke kaum wahrgenommen werden. Alle Kirchengemeinden geben ihre Pfarrarchive komplett ab, wobei häufig auch noch nicht archivreife Unterlagen abgegeben werden. Bewertung und Verzeichnung erfolgen im Archiv, wobei die Verzeichnung nicht zeitnah erfolgen kann, sondern in der "Übergangszeit" mit Abgabelisten gearbeitet wird. - In der abschließenden Diskussion wurde deutlich betont, dass alle Archivpfleger auch noch zahlreiche andere Aufgaben erfüllen müssten. Es wurde auch die Bedeutung der Teilnahme von Archivaren an Visitationen betont.

Nach diesen praxisorientierten Berichten und der Abschlussbesprechung endete die informative und spannende Tagung für die, die noch Zeit hatten, beim Mittagessen im Lokal "Domhof", dem ehemaligen Sitz des Landeskirchlichen Archivs der Pfalz.

Link: www.evangelische-archive.de

Andrea Schwarz (Nürnberg)

Labels: , , ,

28.5.07

Internetportal für Kirchenbücher im Aufbau

Die evangelischen und katholischen Kirchenarchive eröffnen ein Internetportal für digitalisierte Kirchenbücher. Das Kirchenbuchportal biete von 1. Juni 2007 an unter www.kirchenbuchportal.de zunächst eine Bestandsübersicht der elektronisch erfassten Kirchenbücher in deutschen Kirchenarchiven, sagte die Direktorin des Zentralarchivs der pfälzischen Landeskirche in Speyer, Gabriele Stüber, dem epd.

In einer zweiten Projektphase wollten die Archive ab Juli 2008 digitalisierte Kirchenbücher ins Internet stellen, so Stüber. Die Nutzung der digitalisierten Kirchenbücher ohne eine Möglichkeit zum Download werde kostenpflichtig sein. - Vor allem Familienforscher aus den USA, aber auch aus Deutschland und anderen Ländern, zeigten ein wachsendes Interesse an Daten aus Kirchenbüchern.

Quelle: epd, 7.5.2007

Labels: , , , ,

20.4.07

Südschleswigsche Kirchenbücher jetzt auch im Landesarchiv in Apenrade einsehbar

Das Landesarchiv in Apenrade ist eines der staatlichen Archive in Dänemark. Geographisch deckt es das Gebiet der heutigen Amtskommune Sønderjylland ab, also weitestgehend den nördlichen Teil des alten Herzogtums Schleswig zwischen der Königsau und der deutsch-dänischen Grenze. Das Landesarchiv verwahrt das Archivgut der lokalen und regionalen Staatsbehörden und Einrichtungen in diesem Gebiet; aber auch zahlreiche andere Archivalien. Vor allem die kirchlichen Archivalien aus der Region sind für die Familienforschung von zentraler Bedeutung, so vor allem die im Original erhaltenen und im Lesesaal in Form von Kopien frei zugänglichen Kirchenbücher, deren ältestes aus dem Kirchspiel Jordkirch bis in das Jahr 1573 zurückreicht. Des weiteren verfügt das Landesarchiv über Mikrofiche aller dänischen Kirchenbücher bis 1891, so dass das Landesarchiv in Apenrade Familienforschung über die Region hinaus wesentlich erleichtern kann. Seit kurzem stehen im nordschleswigschen Landesarchiv jetzt für Forschungszwecke auch Fiches der südschleswigschen Kirchenbücher zur Verfügung, allerdings mit Einschränkungen. So dürfen sie unter anderem nur von dänischen Staatsbürgern und von deutschen Staatsbürgern mit festem Wohnsitz in Dänemark benutzt, aber nicht kopiert werden. Wer die Ergebnisse seiner Recherchen zu Forschungszwecken veröffentlichen möchte, muss dafür extra einen Antrag ans Nordelbische Kirchenarchiv stellen. Vor allem die kostenlose Nutzung der Fiches sorgte bei einem Empfang im Landesarchiv in Apenrade für Unverständnis bei Forschern aus Südschleswig, die im Nordelbischen Kirchenarchiv in Kiel für deren Nutzung Gebühren zahlen müssen. Kirchenarchivdirektorin Dr. Annette Göhres erläuterte, dass die in Deutschland erhobenen Nutzungsgebühren einen Teil der Kosten abdecken sollen, die durch die Mikro-Verfilmung der Kirchenbücher jährlich entstehen. Der Leiter des Landesarchivs in Apenrade, Steen Ousager, hofft dennoch, dass sich viele Familienforscher mit der Regelung anfreunden können, die aufgrund der unterschiedlichen Traditionen und Gesetzgebungen in Deutschland und Dänemark entstanden ist.

Kontakt:
Landsarkivet for Sønderjylland
Haderslevvej 45
DK-6200 Aabenraa
Tel.: 0045 / 74 62 58 58
Fax: 0045 / 74 62 32 88
mailbox@laa.sa.dk

Quelle: Der Nordschleswiger, 14.4.2007

Labels: ,

16.4.07

Neue Reproduktionsmöglichkeiten im Stadtarchiv Saarbrücken

Das Stadtarchiv Saarbrücken hat die Reproduktionsmöglichkeiten für Archivgut in Zusammenarbeit mit gewerblichen Dienstleistern modernisiert. Seit Anfang März 2007 bietet das Archiv verbesserte und schnellere Reproduktionsverfahren für viele Archivalienarten an. Alle Reproduktionen werden künftig nur noch mit digitalen Verfahren hergestellt. Das Ziel ist es, optimale Reproduktionsqualität bei maximaler Schonung der Originale zu erreichen und die Aufträge der Benutzer/innen schnell auszuführen. Das können nur Dienstleister bieten, die über hochwertige Buch- oder Durchlichtscanner und einschlägige Kenntnisse verfügen. Das Stadtarchiv hat die Reproduktionsarbeiten für 2007 an zwei Anbieter vergeben, die diese Kriterien erfüllen. Eine Firma wird künftig die Großformate und Kopien von Akten und ähnlichen Unterlagen anfertigen und eine weitere Firma stellt die Reproduktionen im Fotobereich her.

Was bedeutet das für unsere Nutzer?
Eine der größten Nutzergruppen des Saarbrücker Stadtarchivs sind die Familienforscher/innen, die häufig Kopien aus den einschlägigen Unterlagen wie Zivilstandsregister und Kirchenbüchern haben möchten. Bisher war es möglich, Kopien aus Zivilstandsregistern (1798-1876) zu bekommen und Abschriften aus Kirchenbüchern. Jetzt können auch digitale Reproduktionen aus Kirchenbüchern angefertigt werden, so dass die Nutzer auch aus diesen den originalen Eintrag in Kopie bekommen. Darüber hinaus können diese Kopien durch das digitale Verfahren günstiger angeboten werden. Bisher kostete die Auskunft 10,00 €, künftig wird – wie bei den Zivilstandsregistern – eine Grundgebühr von 6,00 € berechnet und die Kopierkosten.

Neu sind auch Reproduktionen von großformatigen Archivalien, die bis zum Format A 0 reproduziert werden können. Reproduktionen von Fotos können wie bisher als digitale Kopie angefertigt werden. Sie werden wie alle anderen Reproduktionen auch weiterhin kostendeckend gemäß Gebührenverzeichnis zur Archivsatzung berechnet.

Kontakt:
Dr. Irmgard Christa Becker
Stadtarchiv Saarbrücken
Tel.: 0681/905-1546
Fax: 0681/905-1215
stadtarchiv@saarbruecken.de

Quelle: Pressemitteilung Stadtarchiv Saarbrücken, 5.3.2007

Labels: , ,

14.4.07

4. Detmolder Sommergespräch

Am 8. August 2007 findet zum 4. Mal das Detmolder Sommergespräch statt. Die Sommergespräche richten sich an Wissenschaftler und Familienforscher, Archivare sowie Vertreter der Behörden. Diese ungewöhnliche Zusammensetzung der Teilnehmer und Referenten trägt zum Erfolg der Sommergespräche bei. Denn viele Fragen können nur gemeinsam und unter Berücksichtung verschiedener Perspektiven gelöst werden.

Dies gilt insbesondere für das Thema des 4. Detmolder Sommergesprächs: Genealogen und Wissenschaftler sammeln in den Archiven große Mengen von Daten - zunehmend auf digitalen Speichermedien. Sie tragen häufig zur intensiven Erschließung von Archivgut bei. Gerne bieten sie ihre Arbeitsergebnisse den Archiven an. Aber sind die "Genealogischen Sammlungen" auch archivwürdig? Und sind die digitalen Daten auch für die archivische Langzeitaufbewahrung geeignet? Was soll mit den Daten geschehen? Können Sie auch anderen Forschern im Archiv zur Verfügung gestellt werden?

Diese Fragen führen zu einer neuen Dimension des Verhältnisses von Forschung und Archiv: Wie können Forschende - Laien oder Wissenschaftler - enger mit Archiven zusammenarbeiten? Können Aufgaben wie Erschließung und Beratung geteilt werden? Freiwilligenarbeit und Friendraising sind Stichworte einer neuen Perspektive im digitalen Zeitalter, die beim 4. Detmolder Sommergespräch von Wissenschaftlern, Archivaren, Vertretern von Behörden und Genealogen diskutiert werden.

Die Detmolder Sommergespräche sind eine Veranstaltung des Landesarchivs NRW Staats- und Personenstandsarchiv Detmold. Alle Interessierten sind dazu eingeladen, am 8. August von 9.30 Uhr bis ca. 17.30 Uhr mitzudiskutieren und das Detmolder Staats- und Personenstandsarchiv von innen kennen zu lernen! Um Anmeldung wird gebeten.

Info:
Genealogie für die Ewigkeit? Familienforschung, Geschichtswissenschaft und Archive gemeinsam im digitalen Zeitalter
4. Detmolder Sommergespräch am 8. August 2007

Kontakt:
Staats- und Personenstandsarchiv Detmold
Willi-Hofmann-Straße 2
32756 Detmold
Tel.: 05231/766-0
Fax: 05231/766-114
stadt@lav.nrw.de
www.lav.nrw.de

Labels: , ,

7.4.07

Auf den Spuren der jüdischen Familie in Witten

„Jüdische Wurzeln in Witten“ hat Jennifer Wolff aus Puerto Rico. Ihre Großmutter Nelly Katz war unmittelbar nach dem Krieg mit ihrem 1934 geborenen Sohn George Wolff, dem Vater von Jennifer, in die USA emigriert. Über 60 Jahre später geht die 46jährige Public Relations Fachfrau aus dem kleinen Inselstaat in der Karibik in Deutschland auf Spurensuche. Den Anstoß dazu gab die Forschungsarbeit des ehemaligen Amtes für Statistik und Stadtforschung der Stadt Witten, die später im Stadtarchiv fortgesetzt wurde: „Wir haben die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Witten sorgfältig aufgearbeitet, um die historischen Quellen zu sichern und die Erinnerung wach zu halten“, erklärt die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Martina Kliner-Fruck. Am 1.4.2007 bereiteten Klaus Lohmann, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Witten, Klaus Völkel, Leiter des Referates für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation und Dr. Martina Kliner-Fruck Jennifer Wolff einen herzlichen Empfang. Jennifer Wolff betonte, dass ihr Besuch in Witten eine wichtige Herzensangelegenheit sei und sie sich sehr für die Hilfe bei der Suche nach den Wurzeln ihrer Familie bedanke. Ihr Vater erzählte ihr kaum etwas über die Familie, insbesondere nicht über seine Verfolgung während der Nazi-Zeit. Erst nachdem ihn Dr. Martina Kliner-Fruck vor einigen Jahren um einen Erinnerungsbericht bat, habe sie Näheres über sein persönliches Schicksal im Versteck erfahren. Über die Hintergründe des Besuches von Jeniffer Wolff berichtet Dr. Martina Kliner-Fruck Folgendes: Mit dem Vater von Jennifer Wolff gab es 1989 einen ersten brieflichen Kontakt. Es ging um einen Informationsaustausch für die Herausgabe eines Gedenkbuchs, das 1991 unter dem Titel: „Vergessen kann man das nicht: Wittener Jüdinnen und Juden unter dem Nationalsozialismus“ erschienen ist. 2001 besuchte der heute in Florida lebende George Wolff Witten während einer Europareise. Seit einigen Monaten war er erneut im Kontakt mit dem Stadtarchiv, um die erste Begegnung seiner Tochter mit Deutschland vorzubereiten.

George Wolff wurde 1934 in Haaksbergen, Niederlande, geboren. Kurz danach zog er mit seiner Mutter, Nelly Katz geborene Rosenbaum in die damalige Moltkestraße (heute Mozartstraße). Die gebürtige Wittenerin hatte sich von ihrem Ehemann, Erich Katz, nach kurzer Ehezeit getrennt und kehrte nun mit ihrem Sohn in ihr elterliches Wohnhaus zurück. Unter dem zunehmenden Verfolgungsdruck versuchte sie 1939 über Dortmund und Berlin ins rettende Ausland zu gelangen. Ihre Pläne wurden jedoch von falschen Fluchthelfern zunichte gemacht. Sie überlebte mit gefälschten Papieren in verschiedenen Verstecken in Berlin, bevor sie ihren Sohn in einem katholischen Waisenhaus in Wettringen – ebenfalls mit gefälschten Papieren – untergebracht hatte. Nach Kriegsende waren Mutter und Kind in die USA emigriert. Im Februar 2002 erinnerte sich Jeniffer Wolffs Vater in einem Bericht für das Stadtarchiv und die geplante Herausgabe jüdischer Selbstzeugnisse daran, dass seine Mutter und er unter den Glücklichen waren, die trotz zahlreicher schwieriger Momente diese dunklen Jahre der Geschichte überlebten, nicht nur weil seine Mutter ein sehr entschlossener und beharrlicher Mensch war, sondern auch, weil da inmitten der schrecklichen Geschehnisse die Freundlichkeit und Güte fremder Menschen erlebt werden konnte.

Über den weiteren Verlauf des Besuches von Jennifer Wolff berichtet Dr. Kliner-Fruck: „Erstes Ziel der kleinen Reisegruppe um Jennifer Wolff war die Bahnhofstraße. Sie wollte den Ort besichtigen, an dem bis Anfang der 1930er Jahre das Herrenkonfektionsgeschäft „Gebrüder Rosenbaum“ stand, das ihre Urgroßmutter von 1929 bis 1931 als Witwe geführt hatte. Das Gebäude selbst wurde durch Bomben zerstört. Heute ist dort der Durchgang neben der Eisdiele am Berliner Platz. Nächste Station war das Wohnhaus der Rosenbaums in der Mozartstraße – es ist erhalten geblieben. Weitere Stationen des Rundgangs waren der Ort der ehemaligen Synagoge und der Rathausturm. Auf dem jüdischen Friedhof im Ledderken besuchte Jennifer das Grab ihres Urgroßvaters Julius Rosenbaum, der 1929 bei einem Autounfall ums Leben kam. Im hinteren Teil des Friedhofs steht der Grabstein für ihren Urgroßonkel Ludwig Rosenbaum, der sich unter dem nationalsozialistischen Verfolgungsdruck 1935 das Leben nahm. Jennifer Wolff zeigte sich erfreut über die letzten Spuren ihrer Familiengeschichte. Gleichzeitig war sie aber auch – wie alle anderen Anwesenden – sichtlich betroffen: Zum Gedenken an den in Auschwitz ermordeten leiblichen Vater von George Wolff, Erich Katz, und an den in Witten geborenen Großcousin Fritz Rosenbaum, der als „Bruder Wolfgang“ mit Edith Stein aus dem Lager Westerbork am 7. August 1942 nach Auschwitz deportiert wurde, bleibt nur die im Friedhofseingang installierte Steele mit den Namen der Konzentrationslager, in denen Wittener Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Zum Abschied sagte Jennifer Wolff, dass es so viele Eindrücke gäbe, die sie im Moment nicht verarbeiten könne und dass sie wiederkommen werde. Dann überreichte sie noch einige Fotoreproduktionen aus dem Familienalbum für das Stadtarchiv Witten – darunter der gefälschte Pass aus der Nazi-Zeit.

Kontakt:
Stadtarchiv Witten
Ruhrstraße 69
58449 Witten
Tel.: 02302 / 581 - 2415
Fax: 02302 / 581 - 2497
stadtarchiv@stadt-witten.de

Quelle: Pressemeldung Universitätsstadt Witten, 3.4.2007

Labels: ,