26.7.07

Stadtarchiv Bad Kreuznach erhält umfangreichen fotografischen Nachlass

Der umfangreiche fotografische Nachlass des Geschäftsmannes und Hobbyfotografen aus Bad Kreuznach Justus Könenberg, wurde kürzlich von Steffen Kaul dem Stadtarchiv Bad Kreuznach übereignet. Hierbei handelt es sich um 270 Glasplatten-Negative und zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotografien , die überwiegend aus den 1920er und 1930er Jahren stammen. Für das Stadtarchiv ist dieses die erste größere Sammlung dieser Art. Justus Könenberg, der eine Spielwarengroßhandlung besaß, hatte das Aufwachsen seiner beiden Kinder Ruth und Karl bis zu deren Einschulung fotografisch festgehalten. Darüber hinaus hat er auch auch das Familienleben ausführlich fotografisch dokumentiert. Um diesen interessanten Nachlass, der außer dem Familienleben auch viele weitere Details über die damalige Mode, bevorzugte Automarken, beliebte Ausflugs- und Reiseziele sowie über gebräuchliches Spielzeug beinhaltet, konservieren zu können, stellte der Verein für Heimatkunde eine Spende zur Verfügung. Zur Zeit sind Archivleiterin Franziska Blum-Gabelmann, Rolf Schaller, Dr. Martin Senner, Henrike Kelkel sowie die Düsseldorfer Restauratorin Susanne Mehwald. neben der Konservierung auch damit beschäftigt, den Nachlass zu digitalisieren und zu inventarisieren. Gleichzeitig wird zu Forschungszwecken auch noch ein Findbuch erstellt. Aufgrund einer nicht immer sachgemäßen Lagerung der 9 mal 12 Zentimeter großen Agfa-Chromo-Isorapid-Glasplatten in den letzten Jahrzehnten weisen diese neben Staub auch Kratzer, matte Flecken sowie teilweise abgelöste Emulsions-Schichten auf. Trotzdem wird der Zustand der Glasplatten als relativ gut angesehen. Nach der Anfertigung neuer Papierabzüge werden diese eingescannt, damit man künftig die Originale nicht mehr in die Hand nehmen muss. Von Bedeutung für Forschungszwecke ist auch, dass Justus Könenberg nicht einfach nur fotografiert hat, sondern auch viele dargestellte Szenen mit Notizen versehen hat. Dadurch erfährt man sogar, worüber sich die abgebildeten Personen gerade unterhalten.

Kontakt:
Stadtarchiv Bad Kreuznach
Dessauerstraße 49
55545 Bad Kreuznach
Tel.: 0671 / 9201162
Fax: 0671 / 800248
stadtarchiv-bad-kreuznach@t-online.de

Quelle: Isabel Mittler, Main Rheiner, 21.7.2007

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11.7.07

Ausgrabungsfunde im Stadtarchiv Leichlingen

Das Stadtarchiv Leichlingen, untergebracht im Keller des Rathauses, verfügt über relativ umfangreiches Material. Gleich im Eingangsbereich des Rathauses können Besucher in einer Glasvitrine Urnenfragmente aus gebranntem Ton bestaunen, die aus der jüngeren Eisenzeit (um 300 vor Christus) stammen. Im Keller befinden sich dann, gelagert bei konstanter Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit, außer dem Schienbein eines Mammuts aus der Zeit um 15.000 vor Christus, auch Ratsprotokolle, Abstammungsurkunden, Meldeunterlagen, Literaturbücher, die älteste Karte Leichlingens aus dem Jahr 1804 sowie Pressespiegel und Zeitungsartikel. Nach der Eingemeindung von Witzhausen im Jahre 1975 sind dort auch dessen Meldeunterlagen, Gemeindeprotokolle und viele andere Dokumente untergebracht. Leiter des Archivs ist seit 2002 Uwe Boelken. In seinem Büro in der vierten Etage des Rathauses hat er auch das aus 6.000 Bildern bestehende Fotoarchiv untergebracht, das nach Straßen, Personen und Institutionen sortiert ist. Nach schriftlicher oder telefonischer Voranmeldung steht das Stadtarchiv Leichlingen jedem Besucher offen.

Kontakt:
Stadtarchiv Leichlingen
Am Büscherhof 1
42799 Leichlingen
Tel.: 02175 / 992 - 229
Fax: 02175 / 992 - 256
stadt_leichlingen@t-online.de

Quelle: Sascha Eichler, Rhein-Berg-Online, 6.7.2007

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28.6.07

IHK-Fotoarchiv für Gelsenkirchener Stadtgeschichte

"Wir sind froh, dass wir diesen dokumentarischen Schatz über die letzten 25 Jahre bringen konnten. Und jetzt wissen wir ihn in guten Händen!" So wertet Dr. Manfred Scholle, Gelsenkirchener Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK), die formelle Übergabe des Kurt-Müller-Fotoarchivs an das Gelsenkirchener Institut für Stadtgeschichte. Oberbürgermeister Frank Baranowski und Leitender IHK-Geschäftsführer Peter Schnepper unterzeichneten am 18.6.2007 im Wissenschaftspark einen entsprechenden "Depositalvertrag". Damit liegt die auf nur schätzbaren über 100.000 Negativen und 1.000 Fotos im Bild festgehaltene Dokumentation der Gelsenkirchener Nachkriegsgeschichte jetzt in der Obhut des Instituts.

Oberbürgermeister Frank Baranowski: "Ich weiß, dass die Negative und Fotos beim Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen in sehr guten Händen sind. Ich bin gespannt, welche historische Kostbarkeiten jetzt noch gefunden werden. In jedem Fall ist die Sammlung eine Bereicherung für das Stadtarchiv."

Rückblick: Kurt Müller, Jahrgang 1907, war eine altgelsenkirchener Institution. Nach dem Kriege, in dem er begonnen hatte, heimlich Bilder aufzunehmen, arbeitete der Sohn eines Industriefotografen als selbständiger Fotograf für zwei Lokalredaktionen, der Ruhr Nachrichten und der Westfälischen Rundschau. So wurde er als jahrelanger Beobachter der heimischen Szene bekannt. Von 1947 bis 1980 hat er in fast einmaliger Kontinuität die Nachkriegsgeschichte der Stadt durch das Objektiv beobachtet. Von der Trümmerzeit an über erste Ratssitzungen bis hin zur städtebaulichen Entwicklung hat er den gesamten Wiederaufbau abgelichtet. Unter dem Material befinden sich sämtliche Premieren des Musiktheaters oder alle Besuche der damaligen Politprominenz. Die Wirtschaft der Stadt ist u. a. durch die Demontage, den Aufbau, Betriebsansiedlungen und -stilllegungen, Grubenunglücke und durch zahlreiche Firmenjubiläen vertreten. Ganz besonders am Herzen lagen ihm seine Sportaufnahmen.

Aus Altersgründen wollte Kurt Müller sein Fotofilmarchiv 1982 in andere Hände geben. Es waren die Wirtschaftsjunioren bei der IHK in Münster, die hier eine praktische Gelegenheit sahen, zum Nutzen einer Stadt und darüber hinaus einen beispielhaften Beleg einer Nachkriegsgeschichte zu sichern. Sie erwarben das Material und übergaben es an die IHK am Bueraner Rathausplatz, die damals noch "Vestische Gruppe der IHK Münster" hieß. "Überbringer" damals war Hermann Grewer aus Gelsenkirchen, heute wie Dr. Scholle Vizepräsident der IHK Nord Westfalen. Er war damals Landesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren, die sich mit diesem Geschenk für die Unterstützung bei der Ausrichtung einer Bundeskonferenz in Münster bedankten.

Jetzt aber ist auch Peter Schnepper froh, im Institut für Stadtgeschichte Profis im Umgang mit solchen Archiven gefunden zu haben: "Als IHK waren und sind wir mit einer Aufbereitung des Archivs überfordert. Wir konnten es auch nur sporadisch zugänglich machen, etwa für Heimatforscher oder aus Anlass der letzten Fussballweltmeisterschaft". So übergab Schnepper als letzte Negativstreifen die Aufnahmen von Kurt Müller anlässlich der WM 1974 in der Stadt. Diese hatte der Künstler Marcus Kiel auf seine Art auf Stahl reproduziert und sie waren im Mai letzten Jahres im Industrieclub Friedrich Grillo ausgestellt worden.

"Außerdem fehlt uns ein Kühlraum", so Schnepper weiter. Der aber sei dringend nötig, weil aufgrund ihrer damaligen chemischen Zusammensetzung bei den ältesten Negativen bereits ein Auflösungsprozess eingesetzt hatte. Den kann nur Kühle stoppen. Darüber hinaus handele es sich um Negative. Schnepper: "Bei der Masse von Aufnahmen hätten bis vor kurzem allein schon einfache Kontaktabzüge jeden Kostenrahmen gesprengt. Heute mag die digitale Einscantechnik helfen".

"Doch auch jetzt noch lässt Sysiphos grüßen", sagt Institutsleiter Dr. Jürgen Priamus. Denn als einziges Zuordnungshilfe habe Kurt Müller lediglich einige Schulbuchkladden mit handschriftlichen Notizen hinterlassen. Deren Bedeutung erschließe sich in der Regel bestenfalls nur durch einzelnes Anschauen. "Wir werden noch Jahre benötigen, bis das Archiv tatsächlich allgemein leicht zugänglich ist", befürchtet er.

Kontakt:
Institut für Stadtgeschichte
Munscheidstraße 14 (Wissenschaftspark)
45886 Gelsenkirchen
Telefon: +49 (0)209/169-8551
Telefax: +49 (0)209/169-8553
isg@gelsenkirchen.de

Quelle: IHK Nord Westfalen, Pressemitteilung, 18.6.2007

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27.6.07

Schaffen und Streben - Bildband über arbeitende Bevölkerung Warendorfs

Im Warendorfer Rathaus wurde am 25. Juni 2007 ein neuer Bildband über die arbeitende Bevölkerung Warendorfs präsentiert. Die wirtschaftliche Grundlage für das Leben in Warendorf bildete im Mittelalter die Produktion von und der Handel mit Textilien. In der Hälfte der Häuser klapperten noch im 18. Jahrhundert Webstühle. Der wirtschaftliche Niedergang infolge von Kriegen und veränderten Produktionsweisen ließ Warendorf um 1800 verarmen. Erst mit dem Anschluss an das Schienennetz 1887 siedelte sich Industrie an, die Wirtschaft blühte wieder auf. Die historische Altstadt mit ihren vier Marktplätzen und den großen Giebelhäusern der Kaufleute zeugt bis heute von der alten Handelstradition der Stadt. Laurenz Sandmann, Vorsitzender der Altstadtfreunde Warendorf und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtmuseums Warendorf , dem dezentralen Museum zur Stadtgeschichte, illustriert anhand von rund 200 bislang meist unveröffentlichten Fotografien den Arbeitsalltag in Warendorf zwischen 1880 und 1978. Die lebendigen Aufnahmen gewähren Einblicke in Handwerkstätten, Büros, Läden, Fabrikhallen und den harten Alltag in der Landwirtschaft. Eindrucksvolle Fotografien zeigen, dass die Warendorfer daneben auch ihre Freizeit aktiv zu gestalten wussten. Der Bildband, bereits der dritte, den die Altstadtfreunde herausgeben, ist unter dem Titel "Schaffen und Streben" in der Reihe „Archivbilder“ im Sutton-Verlag erschienen. Er lädt ein, sich an das Schaffen und Streben vergangener Generationen zu erinnern und die Arbeitswelt vergangener Tage neu zu entdecken. Die Fotos stammen aus dem Bildarchiv der Altstadtfreunde, mit dessen Aufbau im Jahre 1995 begonnen wurde und dessen Ziel darin besteht, eine umfangreiche Sammlung von historischen Fotos anzulegen und diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Bildarchiv gehört organisatorisch zum Kreisarchiv Warendorf und stellt dort lediglich einen gesonderten Bestand dar. Dank der sachkundigen Unterstützung durch das Kreisarchiv konnten inzwischen ca. 14.000 Aufnahmen katalogisiert, archiviert und dokumentiert werden. Auf diesen reichhaltigen Fundus konnte Laurenz Sandmann bereits bei seinen bereits früher erschienen zwei Bildbänden zurückgreifen, die sich mit Warendorf vor 1900 und in den 50er Jahren beschäftigten.

Kontakt:
Kreisarchiv Warendorf
Waldenburger Str. 2
48231 Warendorf
Tel.: 02581 / 53 - 2197
Fax: 02581 / 53 - 2452
kreisarchiv@kreis-warendorf.de
Altstadtfreunde-Warendorf@bigfoot.com

Quelle: Westfälische Nachrichten, 26.6.2007; Kurzbeschreibung Sutton Verlag

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21.6.07

Stadtarchiv Wolfsburg sucht Fotos fürs Stadtjubiläum

Das Stadtarchiv Wolfsburg sucht anlässlich des 70-jährigen Stadtgeburtstages im Jahre 2008 private Fotos aus dem Zeitraum 1938-1988 mit Wolfsburg-Bezug. Gesucht werden v.a. Fotos, die den Alltag und das gesellschaftlich-gesellige Geschehen widerspiegeln. Besonders gefragt sind Bilder aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, die das provisorische Leben dokumentieren (Wohnen, Ernährung, Schulalltag/Klassenfotos der Barackenschulen, Spielen, Heiraten, Vereinsleben usw.). In der Wirtschaftswunderzeit sollte das Bildmaterial auf „Käfer“ und „Konsum“ konzentriert sein („Mein erster Käfer und ich“; „Die erste Urlaubsreise mit dem Käfer nach Italien“, Einkaufsbummel in Wolfsburg, Mode). In den 70er und 80er Jahren fehlt Bildmaterial, das die politische Stimmungslage wiedergibt (Demonstrationen, Kommunen usw.). Das Stadtarchiv Wolfsburg nimmt die Fotos in der Woche vom 25. Juni - 29. Juni 2007 täglich in der Zeit von 12.00 bis 16.00 entgegen. Ansprechpartnerinnen für die Fotoannahme sind Christina Jonscher und Katja Steiner. Das Stadtarchiv benötigt die Fotos leihweise für ein Publikationsprojekt zum 70. Stadtgeburtstag Wolfsburgs und hofft, dass viele Wolfsburger ihre private Schatzkammer öffnen und Fotografien kostenlos zur Verfügung stellen.

Kontakt:
Stadtarchiv Wolfsburg
Goethestraße 10a (Goetheschule, Eingang C)
38440 Wolfsburg
Tel.: 05361 / 2757 - 38
Fax: 05361 / 275757
katja.steiner@Stadt.wolfsburg.de

Quelle: Pressemeldung Stadt Wolfsburg, 19.6.2007

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17.6.07

Neue Staatsarchivarin des Kantons Basel-Stadt

Als künftige Staatsarchivarin des Kantons Basel-Stadt wurde Esther Baur am 12. Juni 2007 vom Regierungsrat gewählt. Am 1. November 2007 tritt sie die Nachfolge von Josef Zwicker an, der Ende Oktober nach 27 Jahren Tätigkeit im Staatsarchiv in den Ruhestand geht. Esther Baur (48) studierte Geschichte und Kunstgeschichte und schloss ihr Studium mit dem Lizentiat ab. 1992 begann ihre Arbeit im Staatsarchiv. Seit 1994 leitet sie mit Unterbrechungen im Staatsarchiv Basel-Stadt die Bildersammlung. Vor allem die historische Fotografie ist eine wichtige strategische Säule des Staatsarchivs, die auf große Resonanz bei den Benutzern stößt. In Phase II der Informatisierung des Staatsarchivs ist sie verantwortlich für das 400.000 Franken-Teilprojekt Digitalisierung von Bildern. Durch die ständige Erweiterung der Bilder im Netz wird zugleich ein Beitrag zu e-Government in Basel-Stadt geleistet. Am Historischen Seminar der Universität Basel lehrt sie regelmäßig zum Bereich Bilder und Fotografien als historische Quellen. Sie hat zudem zahlreiche Aufsätze, Artikel und Bücher verfasst.

Kontakt:
Staatsarchiv Kanton Basel-Stadt
Martinsgasse 2
4001 Basel
Tel.: 061 / 267 86 01
Fax: 061 / 267 65 71
stabs@bs.ch

Quelle: Josef Zwicker, Aktuell-Archiv, 14.6.2007; Webjournal.ch, 15.6.2007

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10.6.07

Bildband zum 100-jährigen Eingemeindungsjubiläum Betzingens

Tausend Fotos zum 100-jährigen Eingemeindungsjubiläum! Anlässlich des Zusammenschlusses von Reutlingen und Betzingen vor nunmehr 100 Jahren hat Hermann Pfeiffer aus Betzingen zusammen mit dem Reutlinger Stadtarchiv einen historischen Fotoband mit dem Titel „Betzingen im Foto. 100 Jahre Reutlingen-Betzingen 1907–2007“ vorbereitet. In 14 Kapiteln, deren Inhalte zumeist chronologisch aufgebaut sind, und mit exakt 1.000 Fotografien wird ein eindrucksvolles Bild vom Leben und den Menschen, von den Veränderungen und Besonderheiten in der größten und ältesten Reutlinger Bezirksgemeinde während des vergangenen Jahrhunderts gezeichnet. Erinnert wird an längst Vergessenes und aus dem Ortsbild Verschwundenes, an Ereignisse und Personen, an Vertrautes und Alltägliches, aber auch an Ungewöhnliches und Besonderes. Anschaulich ins Bild gerückt werden Themen wie Kirche und Schule, Vereine und Feste, der Wandel in Industrie, Handel und Handwerk mit den damit einhergehenden Veränderungen der Arbeitswelt, ferner das Brauchtum in seinen vielfältigen Ausprägungen, und selbstverständlich dürfen auch die bei den Fotografen so beliebten Trachtenmotive nicht fehlen. Kurzum: Es wird ein Jahrhundert Ortsgeschichte und Dorfkultur präsentiert und dokumentiert.

Ausführliche Bildlegenden vermitteln historische Hintergrundinformationen und Zusammenhänge. Eröffnet wird die Bilderreise von der Vergangenheit in die Gegenwart durch Geleitworte von Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Bezirksbürgermeister Thomas Keck. Den ortsgeschichtlichen Rahmen steckt eine Einführung von Archivleiter Dr. Heinz Alfred Gemeinhardt ab. Hermann Pfeiffer ist auch für Bildbearbeitung, Layout und Produktion verantwortlich. Alle 1000 Bildmotive sind im sogenannten Duplex-Verfahren gedruckt, das heißt jede Abbildung setzt sich aus schwarz-weißen und zusätzlich aus grauen Tonwerten zusammen, was eine optisch verbesserte Wiedergabe ermöglicht. Der aufwendig gestaltete Fotoband ist beim Stadtarchiv im Rathaus, im örtlichen Buchhandel, beim Bezirksamt und bei der Kreissparkasse in Betzingen sowie in verschiedenen Betzinger Geschäften erhältlich. In der Kreissparkasse in Betzingen findet zudem noch bis zum 29. Juni 2007 eine gleichnamige Ausstellung mit einer Auswahl der historischen Bildmotive statt.

Info:
Hermann Pfeiffer: „Betzingen im Foto. 100 Jahre Reutlingen-Betzingen 1907–2007“, mit einer ortsgeschichtlichen Einführung von Heinz Alfred Gemeinhardt. Hg. vom Stadtarchiv Reutlingen. Reutlingen 2007. 328 Seiten, 1000 Abb., 25 Euro.

Kontakt:
Stadtarchiv Reutlingen
Marktplatz 22
72764 Reutlingen
Tel.: 07121 / 303 - 2386
Fax: 07121 / 303 - 2758
stadtarchiv@reutlingen.de

Quelle: Stadtarchiv Reutlingen Aktuell; Schwäbisches Tagblatt, 4.6.2007

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24.5.07

Greven von oben: Luftbildausstellung des Stadtarchivs

Eine reiche Auswahl von über hundert historischen Luftaufnahmen von Greven, Gimbte und Reckenfeld seit den 1950er Jahren zeigt das Stadtarchiv Greven in einer Ausstellung, die ab Mittwoch, 23. Mai 2007 zu den üblichen Öffnungszeiten (Mo.-Mi. 8-17, Do. 8-18, Fr. 8-12.30 Uhr) im Rathausfoyer und im Sitzungstrakt zu sehen ist. Der Eintritt ist frei.

Abb.: Luftbild Greven 1959: Das Grevener Stadtzentrum 1959 (Foto: Stadtarchiv Greven)

Bei der Auswahl der Fotos, um die sich die Archivare Angelika Haves und Dr. Stefan Schröder gekümmert haben, galt es zum einen, die wichtigsten Aspekte der Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte im Bild zeigen zu können. Emsbegradigung und Stadtkernsanierung spiegeln sich daher ebenso in der Ausstellung wie die Ausweitung der Bebauung in den Randbereichen von Greven sowie in den Ortsteilen Reckenfeld und Gimbte.

Zum Teil mussten dazu Fotos erstmals datiert werden. Auch stellten sich bei genauerer Betrachtung einige bisherige Angaben als falsch heraus und konnten nun korrigiert werden. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen: "Für jeden, der die letzten Jahrzehnte selbst erlebt hat oder gerne wissen möchte, wie Greven früher aussah, ist die Ausstellung ein Anreiz zum genauen Hinsehen", versichert das Team des Stadtarchivs. Die Ausstellung wird bis zum 27. Juli 2007 zu sehen sein.

Kontakt:
Stadtarchiv Greven
Rathausstr. 6
48268 Greven
Telefon: 02571/920-358 (-458)
Telefax: 02571/920-320
archiv@stadt-greven.de

Quelle: Stadt Greven, Pressemitteilung, 23.5.2007

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Ar-schiefe. Fotografien zum Archivfinder des Kreises Siegen-Wittgenstein

Wenn sich Fotografie und Archiv begegnen, dann handelt es sich im Allgemeinen um historische Aufnahmen von Stadtansichten oder Personen. Es sind also potentielle Insassen, gern gesehene Dauergäste eines Archivs, sprich Archivalien, die begeistern.

Der Arbeitskreis der Archive im Kreis Siegen-Wittgenstein hat sich im vergangenen Jahr jedoch ganz mutig für eine neue Begegnung von Fotografie und Archiv entschieden. Der in Planung befindliche Führer durch die Archive im Kreisgebiet, sollte ein besonderer Leitfaden werden, aus dem klassischen Muster ausbrechen und die historisch Interessierten mit einem Augenzwinkern zur Entdeckungsreise in die Überlieferungen einladen. Dazu sollte nicht nur der etwas ungewöhnliche Titel "Archivfinder" die Suchenden locken, sondern auch die Bebilderung über die reine Dokumentation hinausgehen.

Für den experimentellen Kontakt zwischen Archiv und Fotografie konnte der Künstler Thomas Kleynen gewonnen werden. Im Bereich der Bildenden Kunst längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, stürzte sich Thomas Kleynen mit Begeisterung in die Aufgabe, in den Archiven im Kreis Siegen-Wittgenstein auf Motivjagd zu gehen.

Die Verfremdung ist dem experimentellen Fotografen Kleynen als Mittel des Perspektivenwechsels ein wichtiges Anliegen. Spannend war der Prozess für Künstler und Archivare, was wird aus den Räumlichkeiten, den heiligen Hallen der historischen Überlieferung. Verdoppelt sich ein Gebäude, indem es in der Mitte gespiegelt wird, entspringt aus der Siegquelle eine Urkunde des Mittelalters, wird der Mensch im Angesicht der jahrhunderte alten Überlieferung winzig klein, all dies wurde möglich aus der Perspektive der Fotografen.

Vertrautes wird ungewohnt, aus grauen Archivkartons wird eine Erlebnislandschaft, das staubige Image der Archive ist mit diesen künstlerischen Fotografien abgeschüttelt.

Anlass genug, die entstandenen fotografischen Arbeiten nicht nur dem Historiker als Leitfaden-Zugabe an die Hand zu geben und ansonsten "im Archiv verschwinden zu lasen", sondern eine Ausstellung zusammen zu stellen.

Vom 23.5. bis 17.6.2007 sind die fotografischen Arbeiten von Thomas Kleynen zum Archivfinder des Kreises Siegen-Wittgenstein im Museum der Stadt Bad Berleburg zu sehen. Ar-schiefe ist die Ausstellung betitelt und gibt damit gleich den Hinweis, hier wird nicht im klassischen Sinne dokumentiert. Die Perspektive, aus der die Archive und ihr Inhalt wahrgenommen werden, gerät in Schräglage. Doch der künstlerische Blickwinkel legt gleichzeitig den Kern frei. Historische Schätze werden hier verwahrt, sowohl im kleinen Stadtarchiv als auch in den großen staatlichen Institutionen. Eine Begegnung mit der Vergangenheit beinhaltet viel mehr als nur Massen alten Papiers, die Archivalien sind eine Zeitmaschine für Exkursionen in die Vergangenheit.

Die Begegnung zwischen Archiv und künstlerischer Fotografie ist dank Thomas Kleynen sowohl ein Erfolg für die Archivkultur als auch für die Bildende Kunst geworden. So wird die Ausstellung ein breites Publikum ansprechen und sicher auch überraschen und begeistern. Archiv und Kunst, einmal nicht als Ort und Inhalt, sondern als Kommunikationspartner.

Für die Einführung in die Ausstellung konnte VdA-Vorstandsmitglied Dr. Clemens Rehm gewonnen werden. Kunst und Archiv ist ein Thema, dem er sich mit Begeisterung zuwendet.

Info:
Thomas Kleynen:
Ar-schiefe, Fotografien zum Archivfinder des Kreises Siegen-Wittgenstein
Oder: Warum gerade Archive und nicht schiefe Geraden?

Museum der Stadt Bad Berleburg
Goetheplatz 3
57319 Bad Berleburg

Öffnungszeiten: di., fr., sa. und so. 15.00 bis 18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter
http://www.bad-berleburg.de/kultur_medien/kultur_medien.html

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23.5.07

Zuckertütchen zeigen historische Fotos des Stadtarchivs Saarbrücken

Das Stadtarchiv Saarbrücken verwahrt insgesamt rund 150.000 Fotos. Die Sammlung reicht bis ins Jahr 1870 zurück. Einer der bedeutendsten Bestände des Stadtarchivs ist der Nachlass des Saarbrücker Fotografen Fritz Mittelstaedt. Er fotografierte zwischen 1925 und 1989 vor allem in St. Johann und bei gesellschaftlichen Ereignissen. Außerdem hat das Archiv im Bestand des Liegenschaftsamtes noch gut 6.500 Fotos die Kriegszerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg zeigen.

Eine neue Serie von Zuckertütchen zeigt historische Bilder der Stadt aus dem Saarbrücker Stadtarchiv. Insgesamt zwölf Motive mit bekannten Ansichten und verschwundenen Stadtbildern werden auf den Untertassen Saarbrücker Kaffeehäuser zu finden sein. Die Anregung, auf Zuckertütchen (in einer neuen ovalen Form) historische Stadtansichten zu drucken, kam von der Firma German's Best. Zehn der zwölf Motive stammen aus der 2.500 Stück umfassenden Ansichtskartensammlung des Stadtarchivs. Außerdem wurden zwei Motive aus dem Bestand des Amtes für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit ausgewählt, die zwischen 1919 und 2000 für Werbezwecke entstanden sind.

Kontakt:
Stadtarchiv Saarbrücken
Nauwieser Straße 3
66104 Saarbrücken
Tel: 0681/905-1258 (Sekretariat)
Fax: 0681/905-1215
stadtarchiv@saarbruecken.de

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken, Pressemitteilung, 15.5.2007

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