1.8.07

Sprechende Tische

Da die Gründung des Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) erst im Jahr 1950 erfolgte, sind die Bestände des Institutsarchivs noch sehr jung. Der Schwerpunkt der Überlieferung liegt auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Verschiedene Materialien, vor allem aus den aufbewahrten Nachlässen, reichen allerdings bis in das 19. Jahrhundert zurück.

Das derzeit älteste datierbare Dokument im Archiv des IGPP stammt vom 29. Januar 1854. Es handelt sich um ein Protokoll einer spiritistischen Sitzung im Haus des österreichischen Beamten Johann Heinrich Stratil (1793-1874). Das Dokument stammt demzufolge aus dem Umfeld des damals in Europa aufkommenden Spiritismus, dem als gesellschaftliche Bewegung des 19. Jahrhunderts inzwischen vermehrt die Aufmerksamkeit der Sozialgeschichtsschreibung zukommt. Seit dem Frühjahr 1853 hatte sich die Praxis des „Tischrückens“, aus den USA kommend, in Europa ausgebreitet und sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer „Mode zwischen Spiritismus, Wissenschaft und Geselligkeit“ (Timo Heimerdinger) entwickelt. In vielerorts stattfindenden Sitzungen wollten die Teilnehmer/innen mit Hilfe des Tisches, um den sie sich versammelt hatten, Botschaften aus dem Jenseits einholen. Das „Rücken“ oder „Klopfen“ des Tisches in Reaktion auf gestellte Fragen brachte man in Verbindung zu einem „Klopfalphabet“: der Tisch konnte dadurch zu den Anwesenden „sprechen“. Die Fragen und übermittelten Antworten wurden aufnotiert: ein neuartiges Gesellschaftsspiel – durch viele weitere Faktoren interpretierbar – war entstanden.

Abb.: Protokoll einer spiritistischen Sitzung vom 29.1.1854

Das vorliegende Protokoll aus dem Hause Stratil präsentiert einen etwas eigensinnigen und frechen „Klopfgeist“, der vor allem Spötteleien parat hat. Mit der äußerlich unscheinbaren Niederschrift seiner zwölf Antworten aus dem Jenseits beginnt chronologisch ein großes Konvolut ähnlicher Protokolle aus österreichischen Spiritistenkreisen, die Johann Heinrich Stratil hinterlassen hat (IGPP-Archiv, Bestand 10/10).

Kontakt:
Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V.
Wilhelmstraße 3a
79098 Freiburg i.Br.
Telefon: +49-(0)761-2072110
igpp@igpp.de
www.igpp.de

Quelle: Uwe Schellinger (IGPP), Schaufenster ins Archiv Nr. 08-07, 1.8.2007

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24.7.07

Hermsdorf in alten Ansichten

In der Kleinen Galerie im Stadthaus in Hermsdorf (Thüringen) wurde am 16. Juli 2007 die Doppelausstellung "Hermsdorf im Spiegel" - Alte Ansichtskarten - seine Herausgeber und Verlage sowie 80 Jahre Freibad Hermsdorf 1927 - 2007 eröffnet. Erarbeitet wurde die Ausstellung von einigen Mitgliedern des Vereins für Regional- und Technikgeschichte Hermsdorf. Auf 100 historischen Ansichtskarten aus der Region werden Ansichten aus Hermsdorf, Eisenberg und Stadtroda aus den Jahren 1900 bis ca.1960 präsentiert, die von Verlegern und Herausgebern veröffentlicht wurden. Da sich damals jeder Fotograf, der Post- oder Ansichtskarten herausbrachte, Verleger nannte, war die Anzahl der Verlage, auf die in der Ausstellung näher eingegangen wird, entsprechend groß. Bei dem zweiten Schwerpunkt der Ausstellung " 80 Jahre Freibad Hermsdorf 1927 - 2007" haben der Verein für Regional- und Technikgeschichte und das Stadtarchiv Hermsdorf eng zusammengearbeitet und eine ausführliche Dokumentation erstellt. Neben Fotos, in denen auch der Bau des Bades dokumentiert wird, gibt es in der Ausstellung unter anderem auch Informationen zur Geschichte des Freibades wie z.B. Baugeschehen, Badebetrieb und Badefesten. Die Ausstellung kann noch bis zum 1. September 2007 während der Öffnungszeiten der Bibliothek besichtigt werden.

Kontakt:
Stadtarchiv Hermsdorf
Eisenbergerstraße 56
07629 Hermsdorf
Tel.: 036601 / 2701

Quelle: Ostthüringer Zeitung, 20.7.2007

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20.7.07

Tübingen in alten Postkarten

Eine Sonderausstellung von Stadtarchiv und Stadtmuseum Tübingen ist vom 14. Juli – 7. Oktober 2007 im Stadtmuseum zu besichtigen. Die Ausstellung "Tübingen - Eine Universitätsstadt in alten Postkarten", in der zu verschiedenen Stadtteilen Tübingens mehrere Ansichten zu sehen sein werden, steht im Rahmen des Projektes " .... und grüßen Sie mir die Welt! Fotografierte Heimaten" der KulturRegion Stuttgart. Mit dem Briefzitat von Heinrich Heine "... und grüßen Sie mir die Welt / fotografierte Heimaten" ist das Fotoprojekt der KulturRegion Stuttgart, vom 24. Juni bis 23. September 2007, überschrieben. Es wird maßgeblich gefördert vom Verband Region Stuttgart und der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg. Das Thema - Heimat und Identität, Positionen zeitgenössischer Fotografie - wird dabei von 18 Mitgliedsstädten der KulturRegion und ihren Kooperationspartnern anhand unterschiedlicher Schwerpunkte untersucht. Folgende Städte sind an dem Projekt beteiligt: Backnang / Beuren / Böblingen / Dettenhausen / Ditzingen / Esslingen am Neckar / Fellbach / Filderstadt / Gerlingen / Kirchheim unter Teck / Leinfelden-Echterdingen / Leonberg / Ludwigsburg / Ostfildern / Sindelfingen / Stuttgart / Tübingen / Waiblingen.

Die Werke der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler werden in Form von Ausstellungen und partizipatorischen Projekten das thematisch breite Spektrum auffächern. „Wir werden dem Publikum damit vielfältige Diskussionspunkte anbieten“, verspricht Projektleiterin Wiebke Trunk. „Thema und Technik des Projektes behandeln grundsätzliche Anliegen unseres interkommunalen Zusammenschlusses“, erläutert Dr. Jürgen Zieger. Denn nach Auffassung des Esslinger Oberbürgermeisters, der zugleich 1. Vorsitzender der KulturRegion Stuttgart ist, besteht eine der zentralen Aufgaben des Vereins darin, durch die jährlichen Kulturprojekte Bewohnerinnen und Bewohner der Region Stuttgart zu einer Diskussion der Frage einzuladen, wie heute ein kritisch aufgeschlossener Umgang mit den Begriffen Heimat und Identität möglich ist.

Dem Projekt, das von der Kuratorin Wiebke Trunk gemeinsam mit der Geschäftsführerin der KulturRegion Stuttgart, Karin Hanika, und den Mitgliedsstädten erarbeitet wurde, liegt der Gedanke zugrunde, dass die Fotografie als populäres Mittel der Bildfindung verknüpft ist mit dem gesellschaftspolitisch brisanten Thema Heimat und Identität. Er rekuriert auf einen aktuellen kunsttheoretischen Diskurs, der die Verzahnung von ästhetischer Forschung und Alltag bedenkt. „Um der Umsetzung dieser Verbindung auch tatsächlich gerecht zu werden“, hebt die Geschäftsführerin hervor, „gehen wir von einer offenen Publikumspolitik aus, die alle Schichten der Bevölkerung ansprechen möchte.“ Die geplante Kunstvermittlung wird deshalb über das übliche Führungsangebot hinausgehen und spezifische Programme für alle Besuchergruppen entwickeln. Zur frühzeitigen Information der Schulen in der Region Stuttgart wurden bereits im Dezember 2006 entsprechende Flyer flächendeckend versandt.

Der Aspekt der Vermittlung ist auch für die Kuratorin besonders wichtig, denn gerade das Medium Fotografie bietet aus ihrer Sicht gute Zugangsmöglichkeiten. Es kommt heute in der alltäglichen Kommunikation sehr selbstverständlich zum Einsatz. „Man könnte auch sagen“, so Wiebke Trunk, „dass alle damit Erfahrung haben. Diese soll genutzt werden, um die Beschäftigung mit den künstlerischen Werken, ihrer Technik und den aufgenommenen Aspekten zu erleichtern. Fotografierte Heimaten, das meint nicht das bloße Ablichten der örtlich vertrauten Umgebung. Fotografierte Heimaten kann man auch und gerade entdecken zum Beispiel in spezifischen Darstellungen von Migration, Krieg, Flucht und Fremde, von Historie und Architektur, auf Reise-Bildern. Fotografierte Heimaten zeigen sich auf Bildern von Grenzen und Territorien, von Heimweh, von Sprache und geistiger Heimat, von Landschaften oder auch auf Grußpostkarten.“

Als Background dieser Auseinandersetzung soll in einem Begleitbuch die Frage nach der visuellen Kultur des Heimatbegriffs analysiert werden. Es befasst sich mit der Problematik bildlicher Konstruktion von Wirklichkeit angesichts einer fortschreitend globalisierten Welt. Fachlich ausgewiesene Autorinnen und Autoren werden dies in der Publikation reflektieren. Das Projekt der KulturRegion Stuttgart spannt somit einen Bogen vom Ausgangspunkt des Nachdenkens über Heimat und Identität zu Visualisierungen in Form zeitgenössischer Fotografie bis hin zu einer offenen Publikumspolitik und der abrundenden theoretischen Verortung. Die Eröffnungsveranstaltung des Fotoprojektes der KulturRegion Stuttgart fand bereits am 24.06.2007 im Freilichtmuseum Beuren statt

Die Ausstellung im Stadtmuseum Tübingen zeigt 200 Postkarten aus der Sammlung des Tübingers Willi Hartmaier. Nach dessen Tod im Jahre 2005 gelangten annähernd 10 000 Postkarten, die er im Laufe der Jahre gesammelt hatte, in den Besitz des Stadtarchivs Tübingen, wo sie gesichtet, bearbeitet und ausgewertet wurden. Zu der Sammlung gehören nicht nur Postkarten, sondern auch Panoramakarten und Leporellos, die immer wieder Tübingen in den unterschiedlichsten Ansichten wiedergeben. Auf diese Weise lässt sich jede Veränderung im Erscheinungsbild Tübingens während der letzten Jahrzehnte belegen. Für die Ausstellung suchten Udo Rauch und Antje Zacharias vom Stadtarchiv Tübingen und der Kulturwissenschaftler Ulrich Hägele von der Uni Tübingen nicht nur die entsprechenden Postkarten aus, sondern verfassten auch Texte für den Katalog zur Ausstellung. Die Postkartenausstellung ist in die stadthistorische Dauerausstellung integriert.

An dem Projekt beteiligt sind auch Tübinger Schüler und Schülerinnen. Jeweils eine Arbeitsgruppe von neun Kindern der Geschwister-Scholl-Hauptschule und des Mädchentreffs Tübingen hat sich von den historischen Postkarten inspirieren lassen, ihren heutigen Blick auf die Stadt in modernen Ansichtskarten festzuhalten. Die Ergebnisse liegen in gedruckten Karten vor, die beim Bürger- und Verkehrsverein und im Stadtmuseum kostenlos erhältlich sind. Die neuen Ansichtskarten sind darüber hinaus mit einem Gewinnspiel verbunden. Jeder Empfänger einer solchen Karte, der eine Ansichtskarte seiner Heimatstadt bis zum 1. Oktober 2007 an das Stadtmuseum Tübingen sendet, nimmt an einer Gewinnverlosung teil.

Kontakt:
Stadtarchiv Tübingen
Am Markt 1
72070 Tübingen
Tel.: 07071 / 204 - 1305 oder - 1706
Fax: 07071 / 204 - 1446
archiv@tuebingen.de

Stadtmuseum im Kornhaus
Kornhausstraße 10
72070 Tübingen
Tel.: 0 70 71 / 204 - 17 11
Fax: 0 70 71 / 204 - 17 97
stadtmuseum@tuebingen.de

Quelle: Ausstellungen Stadtmuseum Tübingen; Aktuelle Projekte KulturRegion Stuttgart, 17.6.2007; Sarah Hantschke, Reutlinger Generalanzeiger, 17.7.2007

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10.7.07

Stadtarchiv Rheine komplettiert Zeitungsbestand

Die Jahrgänge 1959 bis 2006 der Lokalausgabe Rheine der Münsterschen Zeitung stehen nun komplett allen interessierten Benutzern zur Verfügung. Da die Zeitungsbände nicht vollständig im Archiv vorhanden waren, konnten diese durch die Mithilfe Rheiner Bürger ergänzt werden, die ihr eigenes Archiv dafür zur Verfügung stellten. Was an Ausgaben noch fehlte, wurde durch den Zeitungsverlag hinzugefügt. Obwohl Archivleiter Dr. Thomas Gießmann bereits vor einigen Jahren beim Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse einen Antrag zur Verfilmung der Münsterschen Zeitung gestellt hatte, musste er warten, bis die alten Zeitungen der neuen Bundesländer verfilmt worden waren. Da nutzte es auch wenig, dass Dr. Thomas Gießmann Vorsitzender dieses gemeinnützigen Dortmunder Vereins ist. Jetzt allerdings trafen 205 Mikrofilme, die ca. 123 000 Zeitungsseiten enthalten sowie 339 Bände der Münsterschen Zeitung im Stadtarchiv Rheine ein. Nachdem ein neues Lesegerät für Mikrofilme sowie ein Computer angeschafft wurden, dürfte es kein Problem mehr sein, die entsprechenden Seiten aufzurufen, zu bearbeiten und schließlich sogar auszudrucken.

Kontakt:
Stadtarchiv Rheine
Marktplatz 12
48431 Rheine
Tel.: 05971 / 92030
Fax: 05971 / 920313
stadtarchiv@rheine.de

Quelle: Gerd Cosse, Münstersche Zeitung (Rheine), 7.7.2007

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8.7.07

LWL-Volksliedarchiv sammelt Lieder aus Westfalen

"Komm ein bißchen mit nach Italien, komm ein bißchen mit ans blaue Meer..." klang es ab 1955 aus vielen bundesdeutschen Radios. Die Caprifischer, "rote Rosen, rote Lippen, roter Wein und Italiens blaues Meer" waren in aller Munde und prägten das Italienimage nachhaltig: Italien war in den 1950er und 60er Jahren zweifellos das beliebteste Reiseziel der Deutschen im Ausland. Doch viele Menschen konnten ihren Urlaub nur in der Heimat verbringen. Mit einem Lied auf den Lippen gingen sie auf Wanderschaft. Diese Lieder sammelt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Westfälischen Volksliedarchiv.

"Wird über Reiseziele gesprochen, so gerät leicht in Vergessenheit, dass bis in die 1950er Jahren der Urlaub in "Bad Meingarten" oder auf "Balkonien" sehr viel stärker verbreitet war als die Italienreise. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage leistete sich noch zu Beginn der 1950er Jahre nur ein Fünftel der Bevölkerung eine Urlaubsreise. Viele Menschen waren nach wie vor damit ausgelastet, ihre Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf zu organisieren. Andere hatten sich wirtschaftlich zwar schon ein wenig konsolidiert, sie maßen aber Luxusgütern wie z.B. einem Kühlschrank oder einem eigenen Auto größere Bedeutung bei", erläutert Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Volkskundlichen Kommission des LWL. Bei einer Umfrage des Allensbacher Institutes 1955 gaben noch 29 Prozent der Befragten an, sie hätten in ihrem Leben noch nie eine Urlaubsreise gemacht.
Teils notgedrungen, teils aber auch aus ehrlicher Überzeugung begaben sich laut Cantauw viele Zeitgenossen im Urlaub in die heimische Umgebung, deren Reize sie durchaus wahrnahmen, wie das Liedgut belegt:

"Ich bin so gern daheim, daheim in meiner stillen Klause. / Wie klingt es doch dem Herzen wohl, dies liebe traute Wort Zuhause. / Und nirgends auf der weiten Welt, bin ich befreit so von Beschwerden. / Ein braves Weib, ein herzig Kind, das ist mein Himmel auf der Erde",
lautet etwa die erste Strophe eines alten Volksliedes, das der Tierarzt August Lange aus Bad Laasphe-Feudingen (Kreis Siegen-Wittgenstein) der Volkskundlichen Kommission mitgeteilt hat.

Naturbegeisterung drückt sich in einem anderen alten Liedtext aus:

Seht den Himmel wie heiter, / Laub und Blumen und Kräuter, / Schmücken Feld und Hain. / Balsam atmen die Weste, / Und im schattigen Neste, / Girren brütende Vögelein. / Über grünliche Kiesel, / Rollt der Quelle Geriesel. / Purpur blinkender Schaum. / Und die Nachtigall flötet, / Und vom Abend gerötet, / Wiegt sich spiegelnd der Blütenbaum. / Alles tanzt vor Freude. / Dort das Reh auf der Heide. / Hier das Lämmchen im Tal, / Vögel hier im Gebüsche, / Dort im Teiche die Fische. / Tausend Mücken im Sonnenstrahl."

"Die älteren Liedtexte sprechen eine sehr eindeutige Sprache. Hier ist nicht von Sonne, Strand und Meer die Rede, sondern von der heimischen Tier- und Pflanzenwelt", erläutert Cantauw. Die Begeisterung für die Natur, die die Romantiker geweckt hatten, hielt nach ihren Angaben bis weit in die 1950er Jahre hin an. Seit den 1960er Jahren gab es aber kein Halten mehr: Spätestens jetzt war es nicht mehr der "schöne Wiesengrund", der Emotionen auslöste, sondern der Sonnenuntergang auf Capri.

Seit neuerer Zeit ist aber wieder ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Deutschland als Reiseziel ist wieder "sexy" wie die Stern-Redaktion kürzlich feststelle. "Leider können wir diesen Trend nicht an bestimmten Liedern festmachen, denn nach dem Tod von Renate Brockpähler, die das Archiv bis 1990 betreut hat, konnten wir die Liedersammlung im Westfälischen Volksliedarchiv aus personellen Gründen nicht fortsetzen", bedauert Anne Wolf. Sie digitalisiert und erschließt derzeit in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt insgesamt 9.000 schriftliche Liedbelege und Tonaufnahmen, die zwischen 1900 und 1990 in ganz Westfalen zusammengetragen wurden.

Info:
Weitere Informationen zum Westfälischen Volksliedarchiv erhalten Interessierte unter: www.westfaelisches-volksliedarchiv.de oder montags bis mittwochs bei
Anne Wolf M.A.
Scharnhorststraße 100
48151 Münster
Tel.: 0251 83-25409
Fax: 0251 83-28393
wolfanne@uni-muenster.de

Quelle: LWL-Pressestelle, 3.7.2007

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6.7.07

Gemeindearchiv Kürten erhält wertvolle Chronik

Das Gemeindearchiv Kürten, Rheinisch-Bergischer Kreis, ist seit kurzem im Besitz einer von Josefine Koch auf Büttenpapier handgeschriebenen und von dem Künstler und Kalligraphen Franz Toenniges kunstvoll verzierten Chronik über die Elektrizitäts-Versorgungs-Genossenschaft-Biesfeld, deren Geschäftsführerin Josefine Koch von 1963 bis 1986 war. Jetzt übergab sie außer der Chronik auch noch Unterlagen, Dokumente, Protokolle und Urkunden der Genossenschaft an Archivleiterin Ute Ströbel-Dettmer und Bürgermeister Ulrich Iwanow. Durch diese Schenkung können die bereits im Archiv vorhandenen Akten über die geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung Kürtens wesentlich ergänzt werden. Die Idee, ihre gesamten Unterlagen dem Gemeindearchiv Kürten zu überlassen, war Josefine Koch gekommen, als sie dort die Ausstellung "500 Jahre Weiden" besuchte, die vom 7. Mai bis zum 15. Juni 2007 zu besichtigen war. Für diese Ausstellung hatte auch Franz Toenniges 20 Bildtafeln angefertigt, die er jetzt ebenfalls dem Gemeindearchiv überlässt.

Kontakt:
Gemeindearchiv Kürten
Marktfeld 1
51515 Kürten
Tel.: 02268 / 939 - 0
Fax: 02268 / 939 - 128
gemeinde@kuerten.de

Quelle: Bergisches Sonntagsblatt, 1.7.2007

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Dokumentation zur Ausstellung »Zwangsarbeiterinnen der NS-Zeit in Lippstadt«

Da Frauen und ihre Arbeits- und Lebensbedingungen in der offiziellen Geschichtsschreibung allzu oft vergessen werden, gründete sich im Mai 2003 der Arbeitskreis "Frauengeschichte in Lippstadt". Frauen aus Lippstadt treffen sich einmal im Monat und recherchieren, wie Frauen in vergangenen Zeiten in Lippstadt gelebt haben. Begleitet wird der Arbeitskreis vom Stadtarchiv Lippstadt und der Gleichstellungsstelle der Stadt Lippstadt.

In einem ersten Projekt befasste sich der Arbeitskreis mit den vor allem aus Osteuropa stammenden Zwangsarbeiterinnen der NS-Zeit in Lippstadt. Zahlreiche Briefe Betroffener liegen im Archiv vor. Sie bildeten den Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit dem Thema.
Um Schicksale von Zwangsarbeiterinnen zu dokumentieren, hat sich der Arbeitskreis Frauengeschichte vor Ort auf Spurensuche begeben und dazu Akten durchgesehen, Gespräche mit Zeitzeugen/innen geführt, auf dem Friedhof recherchiert und vieles mehr. Das Ergebnis wurde im März/April 2006 in einer Ausstellung im Stadtarchiv der Öffentlichkeit vorgestellt. Zahlreiche Einzelbesucher/innen und Gruppen ließen sich bei Führungen von den Mitgliedern des Arbeitskreises Einzelheiten und Hintergründe erläutern. Die Gespräche und Diskussionen haben gezeigt, dass ein großes Interesse an dem Thema besteht.

Deshalb hat der Arbeitskreis eine Dokumentation mit Texten und Bildern erstellt. Auch wenn sie über das in der Ausstellung Gezeigte hinausgeht, so kann auch sie nur eine Auswahl aus dem vorliegenden Material bieten. Weiteres ist im Stadtarchiv jederzeit einzusehen. Der Arbeitskreis Frauengeschichte möchte sich ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die zur Erstellung der Ausstellung und der Dokumentation durch zahlreiche Informationen, Hinweise, Dokumente beigetragen haben. Durch viele teilweise auch sehr persönliche Schilderungen konnte die Ausstellung sowie die Dokumentation diesen Umfang annehmen.

Es sind auch weiterhin jederzeit Hinweise von Zeitzeugen/innen willkommen. Ebenso freut sich der Arbeitskreis über weitere Dokumente zur Thematik.

Die Dokumentation ist im Stadtarchiv Lippstadt sowie in der Buchhandlung Egner, Geiststraße 1, für 5 Euro erhältlich.

Kontakt:
Stadtarchiv Lippstadt
Soeststraße 8
59555 Lippstadt
Tel.: 02941 / 980-262
Fax: 02941 / 720893
stadtarchiv@stadt-lippstadt.de

Quelle: Stadt Lippstadt, Pressemitteilung, 3.7.2007

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Goethe- und Schiller-Archiv erwirbt zehn wertvolle Autographen

Zehn wertvolle Autographen - darunter Schriftstücke von Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe und Christoph Martin Wieland – hat das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar im Berliner Auktionshaus J. A. Stargardt auf der jüngsten Auktion Ende Juni erworben. Zu den Neuerwerbungen gehört ein eigenhändiges Schreiben Johann Gottfried Herders vom 23. Juli 1799, das im Zusammenhang mit Herders Tätigkeit als Generalsuperintendent und Hofprediger des Herzogtums Sachsen-Weimar entstanden ist. Das an den Weimarer Bürgermeister Carl Adolf Schultze gerichtete Schreiben enthält eine Empfehlung für den „Hofkirchner Koch jun.“, den Herder für eine Anstellung in der Stadtkirche empfiehlt. Um ein kostbares Autograph handelt es sich auch bei dem bislang ungedruckten, vierseitigen Brief des Dichters Christoph Martin Wieland an Johann Wilhelm von Archenholtz vom 1. Oktober 1783. In dem inhaltsreichen Schreiben trägt Wieland dem Historiker Archenholtz seine Freundschaft an und berichtet von seiner Vorbereitung der großen Werkausgabe seiner sämtlichen Schriften. Die beiden neu erworbenen Goethebriefe stammen aus den Jahren 1804 und 1828. Mit den Handschriften kann die im Archiv vorhandene, mehr als 3.000 Briefe umfassende Sammlung der Goethebriefe ergänzt werden.

Kontakt:
Goethe- und Schiller-Archiv
Hans-Wahl-Str. 4
99425 Weimar
Tel.: 03643 / 545 - 240
gsa@klassik-stiftung.de

Quelle: Pressemitteilung Klassik Stiftung Weimar, 3.7. 2007; Monsters and Critics, 3.7.2007

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4.7.07

Zeitzeugenbörse Hamm online

Auf den Internetseiten der Stadt Hamm in Westfalen haben alle Bürgerinnen und Bürger ab jetzt die Möglichkeit, ihre persönlichen Erlebnisse, Erinnerungen und Geschichten zur Stadt Hamm mit anderen zu teilen (www.hamm.de/zeitzeugenboerse).

Gestartet wird diese Internet-Wissensdatenbank zu Hamm mit den Themen Einzelhandel, Innenstadt, Essen und Trinken, Schule, Sport und Freizeit, Bergbau, sowie "Sonstiges". Über ein Eingabeformular können dort alle Interessierten ihre Geschichte(n) erzählen und durch Fotos ergänzen.

Das Projekt wird im Rahmen des Wettbewerbs "Ab in die Mitte! Die City-Offensive" vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Stadt Hamm hat sich auch in diesem Jahr erfolgreich mit ihrem Beitrag „Ring frei! Generationen im Grünen" am Wettbewerb beteiligt, bei dem das Thema „Jung und Alt" im Fokus steht.

Jung und Alt können auch von der Zeitzeugenbörse profitieren: Die jüngere Generation erhält Antworten auf die Fragen, wie es früher in Hamm war und wie sich das Leben verändert hat. Für die „Älteren" bietet sich die Möglichkeit, ihre Geschichte mit Anderen zu teilen und sie können möglicherweise Kontakte knüpfen, die sie ohne die Zeitzeugenbörse nicht erhalten hätten. Für die Zukunft ist vorgesehen, das Thema „Zeitzeugenbörse" in Absprache mit den Schulen in den Unterricht zu integrieren. So könnten z.B. Projektwochen in Schulen genutzt werden, die Geschichten von älteren Bürgerinnen und Bürgern, die keinen Zugang zum Internet besitzen, über die Schülerinnen und Schüler für alle Nutzer zu archivieren. Außerdem könnten alte Rezepte und Speisen in den Hauswirtschaftsunterricht übernommen und nachgekocht werden.

Die Zeitzeugenbörse erhebt hierbei nicht den Anspruch einer historisch genauen Wiedergabe der Ereignisse und Geschehnisse in Hamm. Die persönliche Erinnerung der Zeitzeugen ist als eine Ergänzung zur offiziellen Geschichtsschreibung gedacht.

Quelle: idr-Meldung, 28.6.2007; Stadt Hamm, Pressemitteilung.

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2.7.07

Ältester Lions Club Bonns übergibt sein Archiv dem Stadtarchiv

Der älteste Lions Club Bonns hat kürzlich sein gesamtes Aktenmaterial dem Stadtarchiv Bonn übergeben. Allerdings belegen die Unterlagen nicht die gesamte Vereinsgeschichte, denn vor allem die ersten zwei Jahrzehnte nach der Gründung sind nur äußerst dürftig dokumentiert. Erst seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich das Aktenmaterial des Lions Clubs Bonn komplett erhalten, so dass man nicht nur einen guten Überblick über die Vereinsgeschichte, sondern auch über die zeitgeschichtliche Entwicklung Bonns erhält. Im Besitz des Stadtarchivs befinden sich nun unter anderem die original Charter-Urkunde vom 5. Mai 1956, Spendenlisten, sämtliche Mitgliederverzeichnisse sowie Wimpel von Lions Clubs aus der ganzen Welt. Archivleiter Dr. Norbert Schloßmacher bedauerte, dass bisher nur sehr wenige Vereine ihre historischen Unterlagen dem Stadtarchiv Bonn überlassen haben. Er hob hervor, dass jedes Archiv - ganz egal ob es sich um ein Vereinsarchiv oder ein privates Archiv handele - wichtig sei, um ein genaues Bild über das gesellschaftliche, soziale und kulturelle Leben auch früherer Generationen vermitteln zu können.

Kontakt:
Stadtarchiv Bonn
Dr. Norbert Schloßmacher
Berliner Platz 2
53103 Bonn (Stadthaus Ebene 0)
Tel.: 0228 / 77 25 30
Fax: 0228 / 77 43 01
dr.norbert.schlossmacher@bonn.de

Quelle: Kölner Stadtanzeiger, 30.6.2007

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Übergabe wichtiger Firmenunterlagen ans Stadtarchiv Mannheim

Der Initiative von Oberbürgermeister Gerhard Widder, dass der alte Firmenname Daimler-Benz AG wieder aufleben muss, ist jetzt ein wichtiger Neuzugang beim Stadtarchiv Mannheim – ISG zu verdanken. Frau Liselotte Eicher, wohnhaft in Kusel und überzeugte Mannheimerin, las von dem Aufruf und schrieb spontan dem Oberbürgermeister. Außer der vollen Unterstützung für die Aktion bot sie ihm gleich noch Firmenunterlagen aus Familienbesitz über die Benz & Cie an. Oberbürgermeister Gerhard Widder und sein persönlicher Referent Herbert Bangert reagierten sofort und vermittelten den Kontakt zum zuständigen Stadtarchiv-ISG. Inzwischen sind alle wertvollen Unterlagen von Frau Eicher dort als Schenkung übernommen worden.
Schon bei einer kursorischen Prüfung der Unterlagen fand sich Überraschendes. Es handelt sich im Falle der Firmenunterlagen der Benz & Cie, Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim AG um Schriftstücke aus dem Besitz des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Max Caspar Rose von der Gründung der Aktiengesellschaft im Jahre 1899 bis zu seinem Rücktritt als Vorsitzender des Aufsichtsrats 1908.

Mit Max Caspar Rose und Friedrich Wilhelm Eßlinger fand Carl Benz 1883 die für seine Geschäftsidee geeigneten Partner und konnte sich mit voller Kraft seinen Erfindungen widmen. Mit ihnen zusammen gründete er am 1. Oktober 1883 die Firma ,,Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim" als offene Handelsgesellschaft. Am 8. Mai 1899 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Diese trug fortan den Namen ,,Benz & Cie, Rheinische Gasmotorenfabrik AG Mannheim". Dem wirtschaftlichen Erfolg der Firma folgte nach der Jahrhundertwende die Krise. Zwischen 1900 und 1902 geht der Absatz der Mannheimer deutlich zurück, 1903 /04 machte die Firma hohe Verluste. Zu lange hatte es die Benz & Cie versäumt, auf den sich wandelnden Automarkt zu reagieren, und dabei technisch nicht marktreife Konstruktionen angeboten, die zu Reklamationen führten. Die schlechte Geschäftslage führte rasch zu Auseinandersetzungen um die künftige Modell- und Firmenpolitik, die sich in den Unterlagen und vertraulichen Protokollen des Aufsichtsrats widerspiegeln.

Am 21. April 1903 verließ Carl Benz verärgert den Vorstand von Benz & Cie und zog sich nach Ladenburg zurück. Jedoch nahm er ab 1904 als Aufsichtsrat auch wieder am Geschehen bei Benz & Cie in Mannheim teil, wobei sich u. a. ein Schreiben von ihm in den Unterlagen findet, das ein bezeichnendes Licht auf die Konkurrenz zu Daimler wirft. Benz berichtete Rose am 21. August 1904, dass der Dresdner Verkaufsvertreter zu Daimler gewechselt sei, der schon früher einmal hinter unserm Rücken ein anderes Fabrikat verkaufte. Und der Vater des Automobils führte weiter aus: Und sehe ich die Sache nicht so schlimm an. Nachtheiliger für uns sind die immer noch zur Reparatur kommenden Wagen, die die laufende Fabrikation wieder aufhalten. Erst wenn wir mit den Untergestellen der bereits gelieferten Wagen ganz in Ordnung sind, können wir wieder ans Verdienen denken. Zusammen mit seinen Söhnen gründete Carl Benz 1906 eine neue Automobilfirma unter der Bezeichnung ,,C. Benz Söhne, Ladenburg", die 1912 in den Alleinbesitz seiner Söhne Eugen und Richard überging.

Die übergebenen Unterlagen geben somit tiefe Einblicke in einen ausgesprochen spannenden Teil einer bedeutenden Mannheimer Firmengeschichte. Besonders die Person des 1849 geborenen, aus Pommern stammenden Max Rose verdient größere Aufmerksamkeit. Diese jüdische Unternehmerpersönlichkeit scheint auch in der Krise stets versucht zu haben, die Benz & Cie zu erhalten, und war Carl Benz wohl zeit seines Lebens freundschaftlich verbunden. Nachfahren aus seiner Familie wurden später Opfer der NS-Verfolgung. Frau Eicher, die aus der Familie Eßlinger stammt, übergab unter anderem ein Bilanzbuch der eigenen Firma von Max Rose. Dieser trat auch Friedrich Wilhelm Eßlinger bei. Schließlich übergab Frau Eicher noch weitere persönliche Papiere aus der Familie Eßlinger. Die Unterlagen werden als Nachlass Eßlinger-Rose im Stadtarchiv näher erschlossen und geben interessante Einblicke in die Stadt- und Wirtschaftsgeschichte Mannheims am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Kontakt:
Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte
Dr. Ulrich Nieß
Collini-Center
68161 Mannheim
Tel.: 0621 / 293 - 7027
Fax: 0621 / 293 - 7476
ulrich.niess@mannheim.de

Quelle: Pressemitteilung Stadtarchiv Mannheim – ISG, 28.6.2007; Pressemeldung Stadt Mannheim, 29.6.2007

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1.7.07

Fernsehexperiment 1968

Am 15. Februar 1968 wurde in der ARD die knapp einstündige Sendung "Die Grenzen der Vernunft" ausgestrahlt. Abschließender Bestandteil dieser von dem Regisseur André Libik produzierten Sendung über paranormale Phänomene war „das erste ‚telepathische Live-Experiment’ am Bildschirm“. Der Versuch wurde von den Wissenschaftlern des Freiburger Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP) vor- und nachbereitet. Ausgesuchte Sender-Personen übermittelten den Zuschauer/innen während dieses Fernsehexperiments ‚telepathisch’ verschiedene Bilder (Gegenstände, Tiere). Das Fernsehpublikum sollte seine individuellen Eindrücke aufzeichnen und die Ergebnisse dann an die Sendeanstalt (Sender Freies Berlin) zurückschicken.

Nach Ausstrahlung der Sendung trafen tatsächlich rund 22.000 – teilweise reichlich amüsante – Zuschriften ein, von denen 1.000 wissenschaftlich ausgewertet wurden. Das öffentliche ASW-Experiment stellt einen frühen Versuch dar, konkrete parapsychologische Forschungsmethoden im Medium Fernsehen zu präsentieren und wurde demzufolge relativ spektakulär angekündigt. Allerdings war man seitens der beteiligten Parapsychologen keinesfalls mit der offensichtlich durch den SFB vorgegebenen Versuchsanordnung und Durchführung des Experiments zufrieden. Das Ganze wurde deshalb im Nachhinein als methodische Sackgasse beurteilt, was u.a. dazu führte, dass aus der aufwändigen Auswertung keine Publikation o.ä. resultierte.


Abb.: Selbst gemalte Karikatur eines Zuschauers (19.2.1968), IGPP-Archiv, E/22/210


Von der Gesamtsendung "Die Grenzen der Vernunft" blieben somit später nur die anderen Parts in Erinnerung. Das Fernsehexperiment von 1968 bzw. sein zwangsläufiges Scheitern kann man als frühen Beleg für das ambivalente, zwischen gegenseitiger Anziehung und Ablehnung pendelnde Verhältnis von Parapsychologie und den populären Massenmedien betrachten.
Objekte im IGPP zum Thema:

1. Presseankündigung in der BILD-Zeitung vom 13.2.1968IGPP-Archiv, E/22-213
2a. Zuschriften in Postkartenform2b. Zuschrift: selbst gemalte Karikatur eines Zuschauers (19.2.1968) IGPP-Archiv, E/22/210
3. „Vorläufiges Endergebnis der Auszählung von ca. 22000 Einsendungen zum Fernsehexperiment“ IGPP-Archiv, E/22/209
4. Film-Manuskript „Die Grenzen der Vernunft“ (1968)IGPP-Archiv, E/22/203

Kontakt:
Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V.
Wilhelmstraße 3a
79098 Freiburg i.Br.
Telefon: +49-(0)761-2072110
igpp@igpp.de
http://www.igpp.de/

Quelle: Uwe Schellinger (IGPP), Schaufenster ins Archiv, Nr. 07-07, 1.7.2007

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29.6.07

Historisches Museum zeigt Dokumente der Bayreuther Stadtgeschichte

"Bayreuther Panoptikum" lautet der Titel einer Sonderausstellung, die das Historische Museum vom 26. Juni bis 30. September 2007 in seinen Räumen am Kirchplatz zeigt und die sich den Beständen der Bernd-Mayer-Stiftung widmet. Die im vergangenen Jahr gegründete, gleichnamige Stiftung umfasst die Sammlung des bekannten Journalisten, Buchautors und langjährigen Bürgermeisters der Stadt Bayreuth Bernd Mayer. In annähernd 50 Jahren hat er über 100 000 Einzeldokumente zur Geschichte seiner Heimatstadt zusammengetragen, deren Erhalt und deren Zugänglichkeit nun durch die neue Stiftung gesichert ist. Betreut wird die Sammlung künftig vom Stadtarchiv Bayreuth. Sie enthält vorwiegend Fotos, Postkarten, Autografen, Schriftstücke und Druckerzeugnisse unterschiedlicher Art aus dem 19. und 20. Jahrhundert, darunter auch die ältesten Ansichtskarten, die von Bayreuth erschienen sind. Zwei Schwerpunkte, die auch in der Ausstellung entsprechend vertreten sind, bilden die Geschichte der Bayreuther Festspiele und die Zeit des Nationalsozialismus. Die jetzige Sonderausstellung im Historischen Museum zeigt einen ersten Überblick über die Bestände der Bernd-Mayer-Stiftung. Weitere Ausstellungen zu speziellen Themen sollen in den kommenden Jahren folgen.

Kontakt:
Stadtarchiv Bayreuth
Maximilianstraße 64
95444 Bayreuth
Tel.: 09 21 / 8 00 26 78
Fax: 09 21 / 5 30 46 60
stadtarchiv@bayreuth.de

Historisches Museum Bayreuth
Kirchplatz 6
95444 Bayreuth
Tel.: 09 21 / 76 40 10
Fax: 09 21/7 64 01 23

Quelle: tvo, 27.6.2007; radio-mainwelle, 27.6.2007; Aktuelle Meldungen Stadt Bayreuth, 26.6.2007

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28.6.07

IHK-Fotoarchiv für Gelsenkirchener Stadtgeschichte

"Wir sind froh, dass wir diesen dokumentarischen Schatz über die letzten 25 Jahre bringen konnten. Und jetzt wissen wir ihn in guten Händen!" So wertet Dr. Manfred Scholle, Gelsenkirchener Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK), die formelle Übergabe des Kurt-Müller-Fotoarchivs an das Gelsenkirchener Institut für Stadtgeschichte. Oberbürgermeister Frank Baranowski und Leitender IHK-Geschäftsführer Peter Schnepper unterzeichneten am 18.6.2007 im Wissenschaftspark einen entsprechenden "Depositalvertrag". Damit liegt die auf nur schätzbaren über 100.000 Negativen und 1.000 Fotos im Bild festgehaltene Dokumentation der Gelsenkirchener Nachkriegsgeschichte jetzt in der Obhut des Instituts.

Oberbürgermeister Frank Baranowski: "Ich weiß, dass die Negative und Fotos beim Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen in sehr guten Händen sind. Ich bin gespannt, welche historische Kostbarkeiten jetzt noch gefunden werden. In jedem Fall ist die Sammlung eine Bereicherung für das Stadtarchiv."

Rückblick: Kurt Müller, Jahrgang 1907, war eine altgelsenkirchener Institution. Nach dem Kriege, in dem er begonnen hatte, heimlich Bilder aufzunehmen, arbeitete der Sohn eines Industriefotografen als selbständiger Fotograf für zwei Lokalredaktionen, der Ruhr Nachrichten und der Westfälischen Rundschau. So wurde er als jahrelanger Beobachter der heimischen Szene bekannt. Von 1947 bis 1980 hat er in fast einmaliger Kontinuität die Nachkriegsgeschichte der Stadt durch das Objektiv beobachtet. Von der Trümmerzeit an über erste Ratssitzungen bis hin zur städtebaulichen Entwicklung hat er den gesamten Wiederaufbau abgelichtet. Unter dem Material befinden sich sämtliche Premieren des Musiktheaters oder alle Besuche der damaligen Politprominenz. Die Wirtschaft der Stadt ist u. a. durch die Demontage, den Aufbau, Betriebsansiedlungen und -stilllegungen, Grubenunglücke und durch zahlreiche Firmenjubiläen vertreten. Ganz besonders am Herzen lagen ihm seine Sportaufnahmen.

Aus Altersgründen wollte Kurt Müller sein Fotofilmarchiv 1982 in andere Hände geben. Es waren die Wirtschaftsjunioren bei der IHK in Münster, die hier eine praktische Gelegenheit sahen, zum Nutzen einer Stadt und darüber hinaus einen beispielhaften Beleg einer Nachkriegsgeschichte zu sichern. Sie erwarben das Material und übergaben es an die IHK am Bueraner Rathausplatz, die damals noch "Vestische Gruppe der IHK Münster" hieß. "Überbringer" damals war Hermann Grewer aus Gelsenkirchen, heute wie Dr. Scholle Vizepräsident der IHK Nord Westfalen. Er war damals Landesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren, die sich mit diesem Geschenk für die Unterstützung bei der Ausrichtung einer Bundeskonferenz in Münster bedankten.

Jetzt aber ist auch Peter Schnepper froh, im Institut für Stadtgeschichte Profis im Umgang mit solchen Archiven gefunden zu haben: "Als IHK waren und sind wir mit einer Aufbereitung des Archivs überfordert. Wir konnten es auch nur sporadisch zugänglich machen, etwa für Heimatforscher oder aus Anlass der letzten Fussballweltmeisterschaft". So übergab Schnepper als letzte Negativstreifen die Aufnahmen von Kurt Müller anlässlich der WM 1974 in der Stadt. Diese hatte der Künstler Marcus Kiel auf seine Art auf Stahl reproduziert und sie waren im Mai letzten Jahres im Industrieclub Friedrich Grillo ausgestellt worden.

"Außerdem fehlt uns ein Kühlraum", so Schnepper weiter. Der aber sei dringend nötig, weil aufgrund ihrer damaligen chemischen Zusammensetzung bei den ältesten Negativen bereits ein Auflösungsprozess eingesetzt hatte. Den kann nur Kühle stoppen. Darüber hinaus handele es sich um Negative. Schnepper: "Bei der Masse von Aufnahmen hätten bis vor kurzem allein schon einfache Kontaktabzüge jeden Kostenrahmen gesprengt. Heute mag die digitale Einscantechnik helfen".

"Doch auch jetzt noch lässt Sysiphos grüßen", sagt Institutsleiter Dr. Jürgen Priamus. Denn als einziges Zuordnungshilfe habe Kurt Müller lediglich einige Schulbuchkladden mit handschriftlichen Notizen hinterlassen. Deren Bedeutung erschließe sich in der Regel bestenfalls nur durch einzelnes Anschauen. "Wir werden noch Jahre benötigen, bis das Archiv tatsächlich allgemein leicht zugänglich ist", befürchtet er.

Kontakt:
Institut für Stadtgeschichte
Munscheidstraße 14 (Wissenschaftspark)
45886 Gelsenkirchen
Telefon: +49 (0)209/169-8551
Telefax: +49 (0)209/169-8553
isg@gelsenkirchen.de

Quelle: IHK Nord Westfalen, Pressemitteilung, 18.6.2007

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20.6.07

Von Wiernsheim in den Wilden Westen: Auswanderer-Briefe im Gemeindearchiv entdeckt

ENZKREIS. Schätze und „Schätzle“ werden bei der Arbeit in den Gemeindearchiven des Enzkreises immer wieder gehoben. So ein Schätzle, direkt aus der Prärie Nordamerikas, fiel nun Heike Sartorius vom Kreisarchiv des Enzkreises in die Hände, als sie das Wiernsheimer Gemeindearchiv bearbeitete: Ein Brief des Auswanderers Friedrich Bihler an seine „Dote“, also seine Patentante in Wiernsheim, versetzt die Leser in die Zeit um 1900 und in die Haut eines jungen, nach Nordamerika ausgewanderten Burschen. Er berichtet über seine Stationen in der „Neuen Welt“, von New York und Brooklyn, „die bloß zum Verderben der jungen Menschen sind“, von gefährlicher und gesundheitsschädlicher Arbeit und vom Leben in der Prärie Montanas.

Anders als es uns die Western weismachen wollen, war die Arbeit, wilde Pferde für das Reiten und Fahren zu zähmen, einsam, hart und eben auch gefährlich. Das berühmte Feuerwasser war offensichtlich auch nicht überall erhältlich, erfährt man doch: „Es giebt hier nichts zu trinken als nur Wasser.“ Bedauernd schrieb Bihler: „Ich wünsche manchmal, ich wäre in Wiernsheim und könnte den guten Most einmal wieder versuchen.“

Sein Wunsch, einmal in Montana seine „Heimat [...] zwischen den schönen Bergen wo das ganze Jahr mit Schnee bedeckt sind“ zu finden, hat sich vermutlich nicht erfüllt. Vielleicht hat ihn seine Abenteuerlust weitergetrieben, vielleicht haben ihn Arbeit oder die Einsamkeit doch zum Wegziehen veranlasst. Jedenfalls erfährt man aus einer Abschrift eines Schreibens aus der Feder seines Vetters Leonhard von 1912, dass es Friedrich Bihler „in Mexiko und Kalifornien nicht lange gefallen hat“. Leonhard [vermutlich Wilßer] bat um eine Fotografie, womit er sich der Identität seines Cousins versichern wollte, der sein Vermögen aus Deutschland eingefordert hatte.

Leider wissen wir nichts Weiteres vom Schicksal des Abenteurers, doch geben uns allein diese beiden Schreiben interessante Einblicke: In die Welt eines aus der Heimat auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen oder aus purer Abenteuerlust nach Nordamerika Aufgebrochenen.

Heike Sartorius sichtet, ordnet und verzeichnet den reichhaltigen Archivbestand des Ortes Wiernsheim, für den dann in den nächsten Monaten ein Findbuch erstellt wird. „Damit werden Verwaltung, Heimatforscher und ortsgeschichtlich Interessierte ein gut nutzbares Verzeichnis über den Archivbestand zur Verfügung haben“, sagt die Archivarin vom Landratsamt.

Die Bestände der ehemals selbstständigen Orte Iptingen und Serres wurden ebenfalls durch das Kreisarchiv, in diesem Fall von Dr. Karl Mayer aufgearbeitet. Das Archiv des Ortes Pinache hat bereits vor Jahren Ulrike Stahlfeld in Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv erschlossen. Das gesamte Archiv der Gemeinde Wiernsheim wird somit voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte der ortsgeschichtlichen Nutzung offenstehen.

Abschrift des Briefes von Friedrich Bihler (aus dem Gemeindearchiv Wiernsheim, VNr. 911):

Liebe Dote!

Nach langen 8 Jahren ohne etwas von Deutschland zu hören will ich die Feder ergreifen u[nd] Dir schreiben wie es mir ergeht. Ich bin seit 2 Jahren im Staat Montana 2500 Meilen west von New York. Ich arbeite auf einer Vieh- und Pferdezüchterei. Vieh, Pferde und Schafzucht ist das Hauptgewerbe hier. Es ist hier nicht sehr besiedelt aber es ist eine gute Gegend, alles Prärie und gutes Futter.

Ich habe in einer Silberschmelzerei geschafft für 6 Monate lang befor ich hier her gekommen bin, aber es war sehr ungesunde Arbeit und der Docktor sagte mir meine Lunge wäre angepackt davon und ich solle in eine hochgelegene Gegend gehen wo die Luft gut und rein ist. Seit ich hier bin, bin ich so gesund wie jemals, bloß bin ich im August und September im Spital gelegen, ich habe die linke Schulter auseinandergefallen. Ich habe ein noch halbwildes Pferd in die Stadt geritten und es ist scheu geworden an der Eisenbahn und ist mit mir einen Abhang hinuntergestürzt. Ich bin jetzt gottlob wieder vollständig hergestellt. Es sind hier 4 Mann das ganze Jahr beschäftigt wo nichts andres thun als wie Pferde gewöhnen zum reiten und Fahren. Das ist alles was ich zu thun habe. Es ist ganz schöne Arbeit, aber manchmal auch gefährlich. Die Pferde werden alle wild geboren und laufen wild auf der Prärie bis sie 4 Jahr alt sind, dann werden sie eingefangen zum gewöhnen, dann kannst Du Dir vorstellen, wie sie wild sind. Aber wir bekommen guten Lohn. Mein Herr ist ein Amerikaner, er hat 500 Pferde und über 3000 Stück Rindvieh. Das Vieh lauft alles wild auf der Prärie den ganzen Sommer über, im Herbst wird es zusammengesucht, das junge Vieh wird Winters in schlechtem Wetter Heu gefüttert, aber das alte Vieh ist draußen in der Wildnis den ganzen Winter über. In kalten Wintern kommt aber auch manchmal viel Vieh um durch Wölfe. Wir haben 50 Meilen (3 Meilen ist eine Stunde) zum nächsten Dorfe und 80 Meilen zur Eisenbahn. Es ist manchmal ganz einsam hier Sonntags. Es giebt hier nichts zu trinken als wie Wasser. Obst wächst hier nicht. Ich wünsche manchmal ich wäre in Wiernsheim und könnte den guten Most einmal wieder versuchen. Liebe Dote ich wünsche ich wäre gleich hieraus gekommen wenn ich nach Amerika gekommen bin, ich wäre niemals so liederlich geworden wenn ich Broklyn und New York niemals gesehen hätte. Solche Städte sind bloß zum Verderben für einen jungen Menschen, überhaupt wenn einer noch ziemlich leichtsinnig ist wie ich. Liebe Dote, bitte mache mir keine Vorwürfe nach so langen Jahren mehr, denn ich bin zur Vernunft gekommen und meine wilden Jahre die sind vorüber. Wenn ein junger Mensch ganz allein in der Welt da steht, da muß er manchmal harte Erfahrungen machen. Seit ich von dem Spital entlaßen wurden habe ich mir fest vorgenommen mein Leben wird und muß ein andres werden von jetzt an.

Liebe Dote, im nächsten Briefe werde ich Dir etwas Geld schicken, hoffentlich bist Du gesund. Wie geht und steht denn auch alles in Wiernsheim. In 10 Jahren da kann sich viel ereignen. Von meinen Schulkameraden da werden wohl die mehrsten verheiratet sein. Bitte schreibe mir alles. Wie geht es denn auch dem Fr. Hofmeister und dem Fr. Schöttinger. Sind sie noch beide in Wiernsheim. Was macht denn auch der Karl, Bertha und Otto Schroth. Eines habe ich mir fest vorgenommen, ich werde mich niemals wieder in einer Statd [sic!] niederlaßen. Wenn ich Glück habe, werde ich mir hier einmal meine Heimat machen zwischen den schönen Bergen wo das ganze Jahr mit Schnee bedeckt sind. Ich bin nicht geboren zum Statdleben [sic!]. Vielleicht sehe ich Dich wieder in ein paar Jahren wenn uns das Leben erhalten bleibt. Bitte schreibe mir einen langen Brief wie es Dir hauptsächlich geht und alles neue von Wiernsheim und Umgegend. Liebe Dote, ich will alles wieder gut machen was ich versäumt habe soviel es in meinen Kräften steht.

Herzliche Grüße an alle Freunde und Bekannte, insbesondere an Vetter L.Wilßer und Familie, an Vetter Felixens, an Dengler Base und Charlotte, an Vetter Schroths, an Maria und an Friedrich Laub welcher jetzt ein großer Bub sein wird und ich denke es war erst gestern wo er noch in der Wiege lag.

Es grüßt Dich herzlich
Friedrich Bihler
Billings P.O.
Montana
N.Amerika
Schreibe bald und viel.«

Kontakt:
Landratsamt Enzkreis - Kreisarchiv
Postfach 101080
75110 Pforzheim
Zähringerallee 3
75177 Pforzheim
Telefon: (07231) 308-423
FAX: (07231) 308-837
Kreisarchiv@enzkreis.de

Quelle: Enzkreis, Pressemitteilung,144/2007, 19.6.2007

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8.6.07

Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007)

Am 28. April 2007 verstarb mit Carl Friedrich von Weizsäcker (geb. 1912) eine der großen intellektuellen Persönlichkeiten der Bundesrepublik Deutschland. Wie kaum ein zweiter deutscher Gelehrter stand der Physiker und Philosoph von Weizsäcker für die Verknüpfung von naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen.



Abb: Vortragsreihe der Abteilung Grenzgebiete des Instituts für Psychologie und klinische Psychologie in Verbindung mit der Hünenburg-Stiftung im Bund der Freunde der Universität [Straßburg] (9.6.1944), IGPP-Archiv, 10/5

Nur wenig bekannt ist allerdings von Weizsäckers Interesse für die Fragestellungen der grenzwissenschaftlichen und parapsychologischen Forschung. In den 1940er Jahren lernte der damals aufstrebende Wissenschaftler den einflussreichsten Vertreter der deutschen Parapsychologie, Hans Bender (1907-1991), kennen. Beide übernahmen 1942 Professuren an der von den Nationalsozialisten neu begründeten „Reichsuniversität“ Straßburg. In den Jahren zuvor war der Heisenberg-Schüler von Weizsäcker in Berlin am deutschen Atomforschungsprogramm beteiligt gewesen. An der Straßburger Universität interessierte sich von Weizsäcker u.a. verstärkt für Astrologie, wurde Mitglied einer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft zu grenzwissenschaftlichen Themen und besuchte ein dazu von Bender veranstaltetes Vortragsprogramm. Nach dem Krieg nahmen Carl Friedrich von Weizsäcker und Hans Bender ihren Kontakt wieder auf und setzten diesen über lange Jahre fort.

Kontakt:
Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V.
-Institutsarchiv-
Uwe Schellinger
Wilhelmstraße 3a
79098 Freiburg
0761/20721-61
schellinger@igpp.de
www.igpp.de


Quelle: Uwe Schellinger, IGPP, Schaufenster ins Archiv 06-07, 1.6.2007

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4.6.07

Verschollene Handschriften aus Leipzig zurück

Kabinettausstellung des Historischen Archivs zur Lucanischen Bibliothek vom 30.5.2007 bis 17.6.2007 im Städtischen Museum der Stadt Halberstadt

Am 3.5.2007 kamen von der Universitätsbibliothek Leipzig sieben Bücher der Lucanischen Bibliothek, die seit 1945 verschwunden waren, ins Historische Stadtarchiv Halberstadt zurück. Die Lucanische Bibliothek gehört wie die Handschriften der Domgymnasialbibliothek zum Sammlungsbestand des Dompredigers Christian Friedrich Bernhard Augustin.

Aus diesem Anlass werden sechs handschriftlichen Bücher, sie umfassen einen Zeitraum von 1556 bis 1732 mit wichtigen Ereignissen der Halberstädter Stadtgeschichte und wertvollen zeitgenössischen Drucken, für kurze Zeit der Öffentlichkeit präsentiert. Die gedruckte Ausgabe von 1556 kann auf Grund ihres Erhaltungszustandes nicht gezeigt werden.

Abb.: Lucanische Bibliothek aus der Sammlung Augustin
(© Historisches Stadtarchiv Halberstadt)

Die Lucanische Bibliothek ist ein Teil der Augustinischen Sammlung. Zum Schwerpunkt der Augustinischen Sammlung gehörten Dokumente und Aufzeichnungen zur Geschichte der Stadt und des Fürstentums Halberstadt. Wie zum Beispiel die Handschriften der Domgymnasialbibliothek, die im Moment in Wolfenbüttel von der italienische Historikerin Frau Dr. Patrizia Carmassi katalogisiert werden. Des weiteren gehörten Urkunden, Akten den Magistrat und die Schulen betreffend, Schriften zur Lebensgeschichte Gelehrter Halberstädter, Leichenpredigen und vieles mehr dazu.

Christian Friedrich Bernhard Augustin sammelte nicht nur Einzelstücke, sondern übernahm auch vorhandene Sammlungsbestände um sie zu bewahren, wie die Lucanische Bibliothek. Beim Namen Lucanus denken sicher viele an den Apotheker Lucanus. Aber schon seine Vorfahren waren bemüht, die Geschichte der Stadt Halberstadt nieder zu schreiben.

Johann Heinrich Lucanus verfasste eine Handschriftliche Chronik in zwei Bänden. Er war Regierungs-Oberconsistorialrat und hatte an verschiedenen Universitäten Jura studiert. Daher sicher seine Vorliebe,den handschriftlichen Aufzeichnungen Edikten, Verordnungen, Huldigungen beizufügen. Sein Vater Simon Heinrich Lucanus, Regierungs Secretarius und Archivarius, hatte dem königlichen Archiv auf dem Petershof in halberstadt 52 Jahre vorgestanden und starb am 6.10.1737. Die Söhne von Simon Heinrich Lucanus, August Hermann Lucanus, er arbeitete von 1714 bis 1724 im Archiv und Wilhelm Lucanus, er wurde anno 1737 Nachfolger seines Vaters, arbeiten auch im Archiv auf dem Petershof. So ist sicher die Liebe und Sammelleidenschaft der Familie zu erklären, die die Lucanische Bibliothek zusammengetragen hat.

Heute stellt diese Sammlung einen wichtigen Fundus zur Geschichtsforschung dar, wie man sich bei einem Besuch der Ausstellung überzeugen kann.

Kontakt:
Historisches Archiv der Stadt Halberstadt
Domplatz 31
38820 Halberstadt
Tel. 03941/551421
Fax: 03941/ 551429
bremer@halberstadt.de

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23.5.07

Zuckertütchen zeigen historische Fotos des Stadtarchivs Saarbrücken

Das Stadtarchiv Saarbrücken verwahrt insgesamt rund 150.000 Fotos. Die Sammlung reicht bis ins Jahr 1870 zurück. Einer der bedeutendsten Bestände des Stadtarchivs ist der Nachlass des Saarbrücker Fotografen Fritz Mittelstaedt. Er fotografierte zwischen 1925 und 1989 vor allem in St. Johann und bei gesellschaftlichen Ereignissen. Außerdem hat das Archiv im Bestand des Liegenschaftsamtes noch gut 6.500 Fotos die Kriegszerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg zeigen.

Eine neue Serie von Zuckertütchen zeigt historische Bilder der Stadt aus dem Saarbrücker Stadtarchiv. Insgesamt zwölf Motive mit bekannten Ansichten und verschwundenen Stadtbildern werden auf den Untertassen Saarbrücker Kaffeehäuser zu finden sein. Die Anregung, auf Zuckertütchen (in einer neuen ovalen Form) historische Stadtansichten zu drucken, kam von der Firma German's Best. Zehn der zwölf Motive stammen aus der 2.500 Stück umfassenden Ansichtskartensammlung des Stadtarchivs. Außerdem wurden zwei Motive aus dem Bestand des Amtes für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit ausgewählt, die zwischen 1919 und 2000 für Werbezwecke entstanden sind.

Kontakt:
Stadtarchiv Saarbrücken
Nauwieser Straße 3
66104 Saarbrücken
Tel: 0681/905-1258 (Sekretariat)
Fax: 0681/905-1215
stadtarchiv@saarbruecken.de

Quelle: Landeshauptstadt Saarbrücken, Pressemitteilung, 15.5.2007

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21.5.07

Der Ochsenzoll im Wandel der Zeit

Vom 16. bis 26. Mai 2007 präsentiert das Hamburger Langenhorn-Archiv im Herold-Center, Berliner Allee, in Norderstedt eine Foto-Ausstellung mit dem Thema: "Der Ochsenzoll im Wandel der Zeit". In 48 Fotos erfolgt eine Gegenüberstellung des Grenzbereichs zwischen Norderstedt und Hamburg früher und heute. Das Langenhorn-Archiv, gelegen im Norden Hamburgs, wird geleitet von Erwin Möller. Er begann 1985 zunächst damit, Fotos und Bildpostkarten von ganz Hamburg zu sammeln. Später spezialisierte er sich jedoch auf Langenhorn und teilweise auch auf die angrenzenden Bezirke Hummelsbüttel, Fuhlsbüttel, Niendorf, Garstedt, Harksheide und Glashütte und ergänzte die Karten- und Fotosammlung durch weitere Exponate. Um die Bestände laufend erweitern zu können, recherchiert Erwin Möller aktiv bei alten Langenhorner Bürgern, denn das Langenhorn-Archiv lebt davon, dass die Langenhorner Bürger ihr Wissen einbringen und ihre Schriftstücke, Fotos, Dias sowie Unterlagen jeder Art dem Archiv zur Verfügung stellen. Denn nur dadurch wird das Andenken an Familien und Einzelpersonen, aber auch an Vereine und Organisationen erhalten. Das Langenhorn-Archiv enthält Akten und Urkunden, Diapositive, Negative und Abzüge in Schwarzweiß und Color. Außerdem Originalpostkarten und Fotografien sowie diverse Bücher und amtliche Karten, die bis 1750 zurückreichen. Die bis 1850 zurückgehenden Bildbestände bestehen aus ca. 1.340 Diapositiven, ca. 6.800 Negativen und deren Abzügen in 10 X 15 cm, 1.565 Fotos in verschiedenen Größen, 1.436 Großfotos in 30 X 45 cm, 5.800 Repros mit Langenhorner Motiven sowie 1 760 Fotos ab 1986. Die Bildbestände sind durch eine EDV-gestützte Systematik nach Datum der Originalaufnahme, Sachgebieten wie z. B. Siedlung, Grenzstein, Personennamen, und Namen von Firmen oder Institutionen sowie Straßen erschlossen. Auf einer Extraliste sind die Besitzer der Originalfotos vermerkt. Des Weiteren enthält das Langenhorn-Archiv als geschlossene Sammlungen alle 12 Teile und das Register der Hamburgischen Gesetze und Verfassungen von 1765 bis 1773 sowie 94 Bücher des Dichters Hermann Claudius ab dem Jahre 1912. Das Langenhorn-Archiv ist nach vorheriger Absprache zugänglich. Die Benutzer können im Archiv recherchieren, und von den gewünschten Unterlagen Kopien bekommen. Von Bildern, an denen Erwin Möller die Rechte besitzt, können die Benutzer Fotoabzüge bekommen. Archivmaterial wird jedoch nicht ausgeliehen.

Kontakt:
Langenhorn-Archiv
Erwin Möller
Fibigerstraße 332
22419 Hamburg
Tel.: 040 / 531 14 83
Fax: 040 / 532 83 528l
angenhorn-archiv@T-Online.de
www.langenhorn-archiv.de

Quelle: Hamburger Abendblatt, 16.5.2007

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18.5.07

Kempowskis Lebensläufe

Die Akademie der Künste zeigt vom 20. Mai bis 15. Juli 2007 eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Walter Kempowski. „Kempowskis Lebensläufe“ schöpft aus dem Fundus seiner drei Archive: des persönlich-literarischen Archivs, der Sammlung von über 300 000 Alltagsfotografien und des Biographienarchivs mit über 8 000 Personenkonvoluten. Die Akademie der Künste übernahm 2005 diesen gewaltigen Bestand, insgesamt 500 Regalmeter, in sein Archiv und stellt ihn jetzt erstmals in Form einer Ausstellung, in einer Topografie des Erinnerns, vor. Über die Biographie des Autors und sein literarisches Lebenswerk hinaus veranschaulichen 1 600 ausgewählte Exponate mehr als 100 Jahre erlebter und dokumentierter, archivierter wie literarisch gestalteter deutscher Geschichte. Am 19. Mai 2007 wird die Präsentation von Bundespräsident Horst Köhler eröffnet. Zur Ausstellung, von Dirk Hempel – langjähriger Mitarbeiter und Biograph von Walter Kempowski – kuratiert, findet ein umfassendes Begleitprogramm statt. Walter Kempowski selbst wird zu einer Lesung am 12. Juni 2007 erwartet.

Den Ausgangspunkt der Ausstellung bildet das Zuchthaus Bautzen, gravierender Einschnitt und Antrieb für Kempowskis Schaffen zugleich. Den Beschränkungen der Haft entspricht die Reduktion auf wenige Exponate; der umgebende Raum, der so genannte Max-Liebermann-Saal, in dem die historischen Zeitschichten des Akademie-Gebäudes am Pariser Platz von der Kaiserzeit über die Jahre der DDR bis in die Gegenwart erhalten geblieben sind, stellt sie jedoch in einen großen geschichtlichen Zusammenhang. Der zweite Ausstellungsraum zeichnet Walter Kempowskis Weg zum Schriftsteller, von seiner Ankunft in der Bundesrepublik 1956 bis zum Erstlingswerk Im Block, das die Haftzeit in Bautzen verarbeitet und 1969 erschien. Im anschließenden großen Saal entfaltet sich aus dem Reichtum seines literarischen und autobiographischen Schaffens Kempowskis dreifache Laufbahn als Pädagoge, Archivar und Schriftsteller. Von den Romanen und Befragungsbänden der Deutschen Chronik bis zu den jüngst erschienenen Werken spannt sich der Bogen. Dabei werden nicht nur Briefe und Manuskripte, Fotos und Dokumente gezeigt, sondern auch eine Vielzahl von Objekten, teils aus Familienbesitz, teils selbst gefertigt oder gesammelt, die dem Schriftsteller als Erinnerungsanker und Anschauungsmaterial dienten. Nach dieser Fülle folgt die Konzentration auf den einzelnen literarischen Text; das Medium wechselt vom schriftlichen Beleg zum gesprochenen Wort: Ein einziger Tag im Echolot, der 1. Januar 1943, ist in einer akustischen Bearbeitung zu hören. Der aus 96 zeitgenössischen Zitaten montierte Text wurde von Mitgliedern der Akademie der Künste u. a. Andreas Dresen, Gisela May, Ulrich Matthes, Hans Neuenfels, Katharina Thalbach, Wim Wenders, eigens für die Ausstellung gelesen und aufgezeichnet. Am Ende der Raumfolge greift die Ausstellung auf die reichen Bestände des Biographien- und des Fotoarchivs zurück und fügt die ausgewählten Bilder und biographischen Texte zu einer Collage, die – nach Kempowskis eigenen Schlagworten gegliedert – ein Panorama von hundert Jahren deutscher Geschichte entwirft.

Info:
Begleitbuch zur Ausstellung:
Dirk Hempel, Kempowskis Lebensläufe. Herausgegeben von der Akademie der Künste, Berlin 2007; 19.90 €, ISBN 978-3-88331-111-1, Best.-Nr. 4025 über www.buchhandlung-fuerst.de

Veranstaltungen zur Ausstellung:

Sonnabend, 9. Juni 2007, 15 Uhr, Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten, Studio„Tadellöser & Wolff“/ Film von Eberhard Fechner nach dem gleichnamigen Werk WalterKempowskis (ZDF), Dauer: 2 x 90 Minuten mit Pause. Eintritt frei

Sonntag, 10. Juni 2007, 11 bis 13 Uhr, Pariser Platz, Ausstellungssäle
Sammeltag. Walter Kempowski nimmt Tagebücher, Fotos und Briefwechsel entgegen.Die Akademie der Künste ruft, einem Wunsch des Schriftstellers Walter Kempowski entsprechend, in Deutschland lebende Menschen, vor allem solche mit Migrationshintergrund, ohne Ansehen von sozialem Status, Alter oder Geschlecht, geographischer oder politischer Herkunft auf, Tagebücher, Familienchroniken, Fotoalben und Ähnliches zur Ergänzung seines Archivs zur Verfügung zu stellen. Es wird kein Wert auf besondere sprachliche bzw. fotografische Gestaltung gelegt. Mit den Unterlagen wird, jeweils den Wünschen der Einlieferer entsprechend, auch vertraulich umgegangen. Als Chronist der Deutschen hat Walter Kempowski den Lauf der deutschen Geschichte seit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute aus der Perspektive des Individuums und seines persönlichen Erlebens literarisch dargestellt. Sein Archiv bildet eine wesentliche Grundlage seiner schriftstellerischen Arbeit. Um die Veränderung Deutschlands durch die Migrationen der letzten Jahrzehnte angemessen dokumentieren und ggf. literarisch gestalten zu können, sollen auch diese in Deutschland lebenden Menschen und Familien mit ihren persönlichen Dokumenten in sein Archiv Eingang finden. Walter Kempowski wird an einem besonderen Sammeltag, Sonntag, den 10. Juni 2007, von 11 bis 13 Uhr im Akademiegebäude am Pariser Platz 4 in Berlin persönlich diese Unterlagen entgegennehmen. Die Unterlagen können auch postalisch eingesandt (Akademie der Künste, Walter-Kempowski-Archiv, Postfach 210250, 10502 Berlin) oder persönlich im Archivgebäude Robert-Koch-Platz 10, 10115 Berlin (montags bis freitags 10-16 Uhr) abgegeben werden. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2007.

Dienstag, 12. Juni 2007, 20 Uhr, Pariser Platz, Plenarsaal
Lesung mit Walter Kempowski. Einführung Christoph Stölzl. Eintritt € 5.-/€ 3.-

Sonntag, 24. Juni 2007, 11 Uhr, Pariser Platz, Plenarsaal
Tanja Dückers, Malin Schwerdtfeger, Falko Hennig, Gerhard Henschel und Benjamin von Stuckrad-Barre lesen Texte von Walter Kempowski. Begrüßung Sabine Wolf. Eintritt € 5.-/€ 3.-

Sonnabend, 30. Juni 2007, 18 Uhr, Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten, Studio
„Stimmen aus dem Dunkel. Walter Kempowskis Echolot“, Dokumentarfilm (Märzfilm/ ZDF), Regie: Peter Leippe, Dauer: 60 Minuten. Eintritt frei

Sonntag, 8. Juli 2007, 15 Uhr, Hanseatenweg 10, Berlin-Tiergarten, Studio„Ein Kapitel für sich“, Film von Eberhard Fechner nach dem gleichnamigen Werk von WalterKempowski (ZDF), Dauer: 3 x 90 Minuten mit Pausen. Eintritt frei

Kontakt:
Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin-Mitte
Tel.: 030 / 200 57 - 0
info@adk.de

Archiv der Akademie der Künste
Zentraler Lesesaal
Robert-Koch-Platz 10
10115 Berlin-Mitte
Tel.: 030 / 200 57 - 3247
Fax: 030 / 200 57 - 3102

Quelle: Pressemitteilung Akademie der Künste, 24.4.2007; Aktuell/Veranstaltungen Akademie der Künste; Horst Willi Schors, Kölner Stadtanzeiger, 16.5.2007

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