22.4.07

Multimedia-Archiv Wiesbaden unter neuer Leitung

Nach über einjähriger Vakanz wurde die Stelle des Leiters des zum Stadtarchiv Wiesbaden gehörenden Multimedia-Archivs nun mit Georg Habs, neu besetzt. Habs, Arzt und ehemaliges Mitglied des baden-württembergischen Landtags sowie ehemaliger Referent der Wiesbadener Kulturdezernentin Rita Thies, hat diese Stelle am 1. März 2007 übernommen. Aufgebaut hatte das Multimedia-Archiv der Historiker Dr. Thomas Weichel (siehe Berichte vom 5.10.2003, 15.2.2004 und 17.2.2004), der jedoch vor 13 Monaten in die Abteilung "Weltkulturerbe" wechselte. Er hatte nicht nur eine Datenbank für historische Fotos erstellt, sondern auch das vorhandene Material archiviert.

Da die audiovisuellen Überlieferungen für die Dokumentation der Stadtgeschichte einen immer höheren Stellenwert erhalten, begann man im Stadtarchiv Wiesbaden, die Sammlungen in den Bereichen Foto, Film und Ton in das digitale Multimedia-Archiv zu überführen. Zugleich findet eine systematische Ergänzung der teilweise sehr lückenhaften Sammlungen statt. Mittelfristig soll hier ein Recherchesystem entstehen, das die Benutzerfreundlichkeit in den Vordergrund stellt: Wissenschaftler, Heimatforscher, Journalisten und alle anderen Interessierten können künftig selbst am Bildschirm nach Schlagwörtern und Namen in den Sammlungen suchen, die Ergebnisse unmittelbar betrachten beziehungsweise anhören. Bilder werden als Ausbelichtungen oder als digitale Dateien weitergeben und können so ohne Informationsverluste in den Druck einfließen.

Um das angestrebte Ziel zu erreichen, setzt somit die nun neu vergebene Tätigkeit im Multimedia-Archiv nicht nur ein umfangreiches Wissen über die Stadtgeschichte voraus, sondern auch sehr gute technische Kenntnisse. Kulturdezernentin Rita Thies rechtfertigte ihre nicht unumstrittene Stellenbesetzung unter anderem damit, dass man künftig auch die geschichtliche Bedeutung Wiesbadens als Gesundheitsstadt hervorheben wolle, wobei das Fachwissen von Georg Habs förderlich sei.

Kontakt:
Stadtarchiv Wiesbaden
Im Rad 20
65197 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 31 - 3329
Fax: 0611 / 31 - 3977
stadtarchiv@wiesbaden.de

Quelle: Patrick Körber, Wiesbadener Kurier, 20.4.2007

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16.4.07

Historische Fotosammlung für das Stadtarchiv Neuenrade

Mehr als einhundert Fotoplatten aus Glas wurden Anfang April 2007 von Fritz Grosche dem Stadtarchiv Neuenrade übergeben. Sein Vater, der Uhrmachermeister Ernst Grosche, hat den größten Teil davon in den Jahren 1909 bis 1930 fotografiert. Auf den Glasplatten sind nicht nur zahlreiche Stadtansichten zu sehen, sondern auch private und öffentliche Festivitäten sowie Portraits. So manche der von Ernst Grosche gemachten Fotos sind bereits veröffentlicht worden. Ursprünglich bestand die Sammlung aus weit mehr Glasplatten. Diese wurden aber in Zeiten wirtschaftlicher Not dringend in der Werkstatt des Uhrmachers als Material für Uhrgläser gebraucht. Stadtarchivar Walter Cordes ist dennoch begeistert von dieser dokumentarischen Sammlung und wird die Fotos sorgsam archivieren. Geplant ist auch eine Reproduktion des gesamten Bestandes. Daraus sollen dann auch zwölf oder vierundzwanzig Bilder für einen immerwährenden Kalender ausgewählt werden, der bis zum Jahre 2009 fertiggestellt sein soll.

Kontakt:
Stadtarchiv Neuenrade
Alte Burg 1
58809 Neuenrade
Tel.: 02392 / 693 - 0
Fax: 02392 / 693 - 48

Quelle: Westfälischer Anzeiger, 5.4.2007

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12.4.07

Wasserbilder aus Bad Oldesloe im Kreisarchiv Stormarn

Am 9. April 2007 wurde im Kreisarchiv Stormarn, nach der guten Resonanz im vergangenen Jahr, nun zum zweiten Mal eine Bilderschau aus dem Bestand I 12 Hans Mallek eröffnet. Der aus Bad Oldesloe stammende Fotograf Hans Mallek hatte seine Schwarz - Weiß Aufnahmen aus den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts dem Kreisarchiv Stormarn überlassen. Nachdem nun weitere 100 Bilder aus seinem Bestand digitalisiert worden sind, können sich interessierte Besucher nun "Wasserbilder" aus Bad Oldesloe in einer Endlosschleife über den Beamer anschauen. Gezeigt werden unter anderem das Strandbad Poggensee, Eislaufen auf zugefrorenen Gewässern und der Trave-Wanderweg. Aber auch dramatische Bilder vom Hochwasser sowie Rettungsaktionen mit dem Boot können bis zum 15. April 2007 betrachtet werden.

Kontakt:
Kreisarchiv Stormarn
Mommsenstraße 14
23843 Bad Oldesloe
Tel.: 04531 / 160 - 691
Fax: 04531 / 160 - 536
kreisarchiv@kreis-stormarn.de

Quelle: Kieler Nachrichten, 8.4.2007

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12.3.07

Karlsruhe vor fünfzig Jahren

Mit der 54 Fotos umfassenden Ausstellung "Vor 50 Jahren ... Mit Horst Schlesiger durch das Jahr 1957" präsentiert das Stadtarchiv Karlsruhe eine Auswahl der stadtgeschichtlich bedeutsamsten Ereignisse und eindrucksvollsten Fotos des Jahres 1957 aus dem Fotonachlass des langjährigen Bildjournalisten bei den "Badischen Neuesten Nachrichten" Horst Schlesiger (1925-1993). Aus vielfältigen Blickwinkeln und über unterschiedliche Zugänge spiegeln die Fotos das öffentliche, politische und gesellschaftliche Leben der Stadt Karlsruhe, den Alltag, die Freizeit und die Arbeitswelt der in ihr wohnenden Menschen im Jahr 1957. Die Stationierung der ersten 200 Soldaten der Bundesluftwaffe in der nun wieder Garnison gewordenen Stadt Karlsruhe und der Baubeginn für das Kernforschungszentrum bei Leopoldshafen sind politisch bedeutsame Themen des Jahres 1957 während mit dem ersten Spatenstich für den Bau der Waldstadt ein großes kommunales Wohnungsbauprojekt Gestalt annimmt. Bedeutende Stationen des Wiederaufbaus sind 1957 das Richtfest für die Evangelische Stadtkirche und die ersten Konservierungsarbeiten für die Ruine des Markgräflichen Palais. Gelati, Rock´n Roll und Lumpensammler repräsentieren in besonderer Weise das Flair der 1950er Jahre. Im Anschluss an die Präsentation im Foyer des Rathauses wird die Ausstellung vom 16. April bis 31. Oktober 2007 im Foyer des Stadtarchivs Karlsruhe gezeigt.

Kontakt:
Institut für Stadtgeschichte
Stadtarchiv Karlsruhe
Markgrafenstraße 29
76124 Karlsruhe
Tel: 0721 / 133 - 4223
Fax: 0721 / 133 - 4299
archiv@ kultur.karlsruhe.de

Quelle: Aktuelles Stadtarchiv Karlsruhe

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9.2.07

Stadtarchiv Kassel erwirbt privates Bildarchiv

Das private Bildarchiv der Kasseler Fotografen Eberth wurde nun vom Stadtarchiv Kassel erworben. Das Bildarchiv, das ungefähr 100 000 historische Fotografien aus dem 20. Jahrhundert aus Kassel und Umgebung enthält, besitzt einen unschätzbaren ideellen Wert. Stadtarchivar Frank-Roland Klaube betonte, dass Carl Eberth senior (1882-1955), als erster vor Ort konsequent Bildjournalismus betrieben habe. Gegründet hatte er sein Fotogeschäft im Jahre 1906. Anfangs allein, später gemeinsam mit seinem Sohn Carl (1910-1991) war er in seiner Heimat unterwegs und dokumentierte nicht nur seine Umgebung, sondern hielt auch alle wichtigen Ereignisse und Persönlichkeiten mit der Kamera fest. Viele Fotos zeigen die unzerstörte Stadt vor dem Zweiten Weltkrieg. Und auch das dunkle Kapitel der Stadtgeschichte - wie die Zerstörung der Synagoge in der Großen Rosenstraße und die Schließung des in der Kölnischen Straße ansässigen Kasseler Volksblattes 1933 durch die Nazis, hat er fotografiert. Nach dem Tod des Vaters setzte Carl jun. dessen Arbeit fort. Zu den bevorzugten Motiven zählten nicht nur die documenta, Flug- und Reitsportereignisse, Jagdszenen und Militäraufnahmen, sondern auch zahlreiche prominente Staatsgäste, die nach Kassel kamen, wie z.B. Bundespräsident Theodor Heuss, der französische Staatspräsident Valérie Giscard d’Estaing, Königin Elisabeth, der belgische König Baudouin und John F. Kennedy. Die wichtigste Aufgabe für Frank-Roland Klaube besteht nun darin, alle Fotos und Negative zu sichten, zu ordnen und zu digitalisieren. Er geht davon aus, dass er dafür mindestens ein Jahr brauchen wird. Erst danach wird es möglich sein, diesen umfangreichen Bestand mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos auch einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Kontakt:
Stadtarchiv Kassel
Wildemannsgasse 1 / Marstall
34117 Kassel
Tel.: 0561 / 787 - 4050
Fax: 0561 / 787 - 4060
stadtarchiv@stadt-kassel.de

Quelle: Ellen Schwaab, HNA, 5.2.2007

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